04.04.2019 | Da der Schiedsrichter Käpt`n Jascha Zügner nach wiederholtem Foulspiel „Gelb-Rot“ zeigte, spielte unsere Erste ab der 37. Minute in Unterzahl. Trotzdem, vielleicht auch weil man ab da mit einem Mann weniger agierte und vorne dadurch mehr Raum war, gelang in Erlenbach ein am Ende souveräner 3:0-Sieg.

Der Gegner, der pro Halbzeit nur wenige echte Torchancen herausspielen konnte, mühte sich zwar bis zur 90. Min. redlich, war aber spielerisch und spieltaktisch unterlegen. Unsere Sturmspitzen hatten jedenfalls mehr Platz als zuletzt und nutzten diesen auch. Besonders die Art und Weise, wie die von Sturmführer Tim Strohmenger erzielten Tore 2 und 3 herausgespielt wurden, waren Beleg dafür. Der Erlenbacher Platz war für die Jahreszeit in einem tadellosen Zustand und gut bespielbar. Das änderte sich allerdings nach 30 Minuten, als Regen einsetzte, der bis zum Schlusspfiff anhielt. Ab da war der Boden rutschig. Die Bälle wurden schnell. Trotz einiger gelber Karten gegen beide Mannschaften wurde das Spiel insgesamt nicht unfair geführt. Der Unparteiische, der nicht in jeder Situation sicher wirkte, war kein „Heim-Schiedsrichter“. Grobe Fehleinschätzungen unterliefen ihm nicht.

 

1:0 zur Pause

Nach anfänglichem Abtasten hatten Artur Jurkin (12. Min.) und Markus Mjalov (14. Min.) die ersten FVGS-Torchancen. Der Gegner kam in der 15. Min. zum ersten torgefährlichen Angriff. Marcel Jamil, unser Torwart, konnte den Ball jedoch über die Latte lenken. Danach hatten wir weitere gute Torchancen, um in Führung zu gehen. Christian Stich (20. Min.) und zweimal Artur (25. + 35. Min.) scheiterten aber jeweils. In der 37. Min. dann „Gelb-Rot“ für Jascha. Nach erneutem Foulspiel zeigte ihm der Schiedsrichter die zweite gelbe Karte und schickte ihn vorzeitig zum Duschen. Unmittelbar danach die beste Erlenbacher Chance der 1. Hälfte. Ein Flachschuss landet am rechten Pfosten unseres Tores. Auch der zweite Versuch per Hacke scheitert. In der 40. Min. dann das 1:0 durch Markus per Kunstschuss. Nach Foulspiel links zwischen Außenlinie und Strafraum ca. 10 Meter vor der Torauslinie pfeift der Unparteiische Freistoß für uns. Markus führt diesen aus und zimmert den Ball aus gut 20 Metern mit rechts punktgenau, allerdings auch etwas glücklich an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Danach noch zwei weitere Chancen für uns. Tim (43. Min.) und Markus (44. Min.) scheitern jedoch. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff dann eine umstrittene Szene links in unserem Strafraum. Die Erlenbacher reklamieren Handspiel. Der Schiedsrichter pfeift aber nicht.

 

Hochverdientes 3:0 für (so die Main-Post) „abgebrüht agierende Gäste“

Bereits in der 47. Min. schießt Tim das 2:0 und sorgt für die Vorentscheidung. Auf öffnenden Pass von Artur nimmt er den Ball halbrechts in der Mitte der gegnerischen Hälfte an und läuft frei in Richtung gegnerisches Tor. Rechts in den Strafraum eindringend umkurvt er den ihm entgegenkommenden Torwart außen und verwandelt aus ca. 7 Metern sicher mit rechts ins leere Tor. Eine weitere gute Chance in der 55. Min. kann Tim dann nicht nutzen. Der Gegner macht jetzt nochmals Druck, schafft zumeist nach Ecken auch gefährliche Torsituationen. Ein Tor gelingt allerdings nicht. In der 73. Min. dann ein feines Doppelpassspiel zwischen Markus und Tim. Markus ist halblinks in der Mitte der gegnerischen Hälfte mit dem Ball am Fuß unterwegs. Er spielt den Ball zu dem etwas weiter vorne mittig mitlaufenden Tim. Dieser spielt sofort zurück, und zwar so punktgenau, dass Markus den Ball ohne Zwischenschritt elegant mitnehmen kann. Markus dringt von links in den Strafraum ein und schickt die Kugel aus ca. 10 Metern mit rechts per Außenrist diagonal Richtung langes Eck. Sie geht ganz knapp vorbei. 2 Minuten später legt Markus links von der Torauslinie zurück zu Jan Vogt, der jedoch aus ca. 7 Metern links vorbeischießt. In der 80. Min. dann eine auf Fußballplätzen sehr selten zu sehende Torwartaktion. Marcel wehrt einen strammen Fernschuss aus mehr als 20 Metern völlig unorthodox ab. Auf der Torlinie stehend geht er nicht mit den Händen zum Ball. Stattdessen lenkt er diesen riskant mit dem Oberschenkel oder Oberkörper zur Seite ab. In der 82. Min. macht Tim schließlich den Deckel drauf. Sein 3:0 ist eine Doublette des 2:0. Nach erneut öffnendem Pass von Artur nimmt Tim den Ball erneut halbrechts in der Mitte der gegnerischen Hälfte an und dringt rechts in den gegnerischen Strafraum ein. Dort umspielt er den herauskommenden Torwart wie beim 2:0 außen und schiebt den Ball etwa aus gleicher Position wie da sicher mit rechts ins leere Tor. Danach passiert hüben wie drüben nix mehr.

 

Fazit:

  • Aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung war der Sieg, auch der Höhe nach, absolut verdient.
  • Es wurde diesmal schneller nach vorne gespielt. Dadurch ergaben sich Räume, die auch genutzt wurden. Dass der Ball zudem dreimal den Weg ins Tor fand, dürfte das Selbstvertrauen stärken.
  • Lediglich bei Erlenbacher Ecken konnte man Angst bekommen.
  • Je länger die Partie dauerte, umso sicherer wurde das Spiel der Unsrigen, dies trotz fast 60.-minütiger numerischer Unterzahl.