01.09.2026 | Aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung feierte Unsere Erste am Kirb-Sonntag in Seifriedsburg einen dem Spielverlauf nach verdienten 2:0-„Arbeits-Sieg“ (so Trainer Kaiser gegenüber der Main-Post) gegen Meisterschafts-Aufsteiger und Tabellennachbar FC Gössenheim.
Die von beiden Seiten jederzeit fair geführte Partie verlief in Phasen. Die Gäste waren dabei in den ersten 10 Minuten, den 10 Minuten vor der Pause und in den 10 Minuten nach unserem ersten Treffer etwas druckvoller. In der übrigen Spielzeit waren das die Unsrigen.
Im gesamten Match versuchten die Auswärtigen, lange Bälle auf ihre beiden Angriffsspitzen zu spielen und so zum Torerfolg zu kommen. Dies gelang allerdings nicht, weil die FVGS-Defensivleistung top war, insbesondere nach der Pause die der letzten Abwehrreihe. Hinzu kam, dass ihr bekanntermaßen exzellenter Standardschütze vom Dienst dieses Mal die Freistöße und vor allem Ecken nicht gut ausführte.
Beide Angriffsreihen taten sich schwer. Die unsrige schaffte es jedoch, zwei Gelegenheiten zu nutzen, bei denen die Gössenheimer jeweils etwas „behilflich“ waren. Beim 1:0 patzte der Torwart, beim 2:0 brachte die Abwehr den Ball zuvor nicht aus der Gefahrenzone um den 16-er.
Insgesamt arbeiteten sich beide Mannschaften aneinander ab, gab es nicht sehr viele gefährliche Momente vor dem gegnerischen Tor. Von denen, die es gab, hatten unsere Männer mehr.
Verlief die 1. Hälfte noch ausgeglichen, so bestimmten unsere Leute den 2. Abschnitt bis auf die 10 Minuten nach dem 1:0, wo man etwas zu passiv agierte.
Am Sonntag hatte es beste Bedingungen für ein Fußballspiel: Sommertemperaturen, die immer wieder mal durch - einen das Spiel nicht beeinflussenden - angenehmen Wind begleitet wurden. Der Rasen war hart, an wenigen Stellen ausgetrocknet.
Der erfahrene Unparteiische pfiff durchgängig souverän, hatte jederzeit alles im Griff.
Zur Halbzeit noch keine Tore
Besser ins Spiel kommen die Gäste. Nach einem ungenauen FVGS-Zuspiel vor dem 16-er haben sie bereits in der 1. Min. eine Torannäherung. In der 5. Min. folgt eine weitere. Danach ist auch das FVGS-Team im Spiel. Kreativspieler Artur Jurkin hat in der 10. und 19. Min. sehr gute Abschlüsse. In der 25. Min. gibt es ein Kuddelmuddel vor dem Gössenheimer Tor, das zunächst Mittelfeldspieler Moritz Strohmenger, unmittelbar im Anschluss daran Außenbahnspieler Jan Vogt aber nicht nutzen können. In der 30. Min. trifft Angreifer Tim Hofbauer aus gut 20 m den linken Torpfosten. In der 40. und 45. Min. sind schließlich die Auswärtigen am Zug, die gefährlichste Spielphase für unsere Elf. Bei der ersten Gelegenheit landet der Ball irgendwie am linken Pfosten des FVGS-Tors, bei der zweiten sogar im Netz. Zuvor hat der Schiedsrichter da allerdings abgepfiffen, weil unser in der ganzen Partie fehlerloser Goalie Sebastian Popp im Fünfmeterraum regelwidrig angegriffen worden ist. Dagegen gibt es auch keinen Gäste-Protest.
So geht es torlos in die Pause.
2 FVGS-Goals im 2. Abschnitt
Auch nach dem Wiederanpfiff gehören die beiden ersten Torannäherungen den Gössenheimern. Ab da bis zum Schlusspfiff ist wirklich Gefährliches von ihnen dann nicht mehr zu sehen.
Unserem 1:0 in der 53. Min. geht ein Black-out des gegnerischen Torwarts voraus. Er hat die Kugel aufgenommen und will sie am linken Fünfmeter-Eck einem Mitspieler mittels Rollen zuleiten. Das misslingt jedoch. Artur hat aufgepasst, bringt den Fuß irgendwie dazwischen und das Leder danach irgendwie am Gäste-Goalie vorbei Richtung langes Eck. Kurz vor der Torlinie kann ein gegnerischer Abwehrspieler den langsam rollenden Ball dann zunächst noch klären, allerdings nur nach vorne, genau in die Füße von Tim Hofbauer, der die Kugel schließlich aus etwa 5 m mit rechts in Bedrängnis über die Linie „wurschtelt“. In der 65. und 75. Min. hat Moritz weitere gute Torgelegenheiten. Der zweiten war eine ansehnliche Kombination über mehrere Stationen vorausgegangen. In der 79. Min. das 2:0, die Entscheidung. Die auswärtige Abwehr bringt da das Leder nicht aus der Gefahrenzone um den 16-er. Mittig etwa 25 vor dem Kasten kommt Artur in Ballbesitz, schickt sofort flach den mittig einlaufenden Jan Vogt. Der kann den Ball gut mitnehmen, zieht dann aus etwa 10 m in mittiger Position mit rechts ab. Und netzt ein, obwohl die Gästeabwehr noch einen Fuß dazwischenbringt.
Ab da ist das Match gelaufen. Unsere Abwehr hat alles im Griff. Die Gäste lassen die Köpfe hängen. Bis zum Abpfiff passiert hinüber und herüber nichts mehr, was wirklich für Aufregung sorgt.
Fazit:
- Wieder eine beachtliche Leistung unserer Ersten. Leidenschaft und taktische Disziplin waren der Schlüssel zum Erfolg. Alle Mannschaftsteile hatten ihren Anteil am Dreier.
- Eigentlich nicht vorstellbar: Der inzwischen 48 Jahre alte Gäste-Spielertrainer Christian Mathea, vor Jahren in derselben Funktion bei uns tätig, ist nach wie vor höchst explosiv unterwegs. In Sprintduellen, auch mit unseren schnellsten Akteuren, war er jedes Mal keinen Deut langsamer. Chapeau!



