11.04.2022 | Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Heimspiel unterlag unsere Erste am gestrigen Sonntag (10.04.2022) in Gemünden dem TSV Keilberg, einer Mannschaft aus dem unteren Bezirksliga-Mittelfeld ohne Abstiegssorgen, mit 1:4. In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften trotz 0:1-Pausenführung der Gäste weitestgehend. In der zweiten war unser Team dann im Defensivverhalten weniger aufmerksam und kassierte dafür 3 weitere Treffer.

Angesichts der „feuchten“ Wetterlage in der zweiten Hälfte der Vorwoche war der „Gemünnemer“ Rasen in einem erstaunlich guten = abgetrocknetem Zustand. Rutschpartien der Akteure waren jedenfalls nicht zu beobachten. Und auch das Wetter „spielte“ mit. Regen gab es nicht. Stattdessen einen Wechsel zwischen Sonne und Wolken. Nach der Partie war es dann sogar so sonnig, dass die Spieler beider Mannschaften Biertisch-Garnituren auf den Rasen stellen und sich dort ein „Kaltgetränk“ genehmigen konnten.

Die Keilberger traten robuster auf als die Unsrigen. Trotzdem war das Spiel bis auf eine Aktion eines Gästespielers fair. Die Schiedsrichterleistung war OK. Der Unparteiische machte kaum Fehler, jedenfalls keine den Spielverlauf beeinflussende. Insbesondere bei der Anwendung der Vorteilsregel traf er fast immer den Punkt.

0:1 zur Pause

In den ersten gut 10 Minuten passierte hinüber und herüber nichts. Es war da ein Abtasten ohne Torannäherung. Anschließend begann die Partie Fahrt aufzunehmen. Bis zum Halbzeitpfiff hatte unsere Erste mehr Abschlüsse als der Gegner, darunter durch Robert Erfurt in der 23. und 32. Min. und Artur Jurkin nach Freistoß in der 31. Min. auch Hochkaräter. Die Gäste waren vor der Pause insgesamt nur zweimal richtig torgefährlich. Dabei erzielten sie beim ersten Mal (19. Min.), als unsere Abwehr eine Ecke nicht unter Kontrolle brachte, das 0:1. Beim zweiten Mal (43. Min.) traf ihr „10-er“ nach Freistoß nur die Querlatte. Dieser Spieler trat fast alle Gäste-Standards, war darüber hinaus während des gesamten Spiels der Taktgeber in deren Mittelfeld.

Am Ende (allerdings zu hoch) 1:4

Die Unsrigen kamen motiviert aus der Kabine, hatten in den ersten 3 Minuten nach Wiederanpfiff gleich 3 Torabschlüsse. Danach übernahm der Gegner allmählich die Spielkontrolle. Dies zahlte sich in der 56. Min. erstmals aus. Da erzielte ihr „10-er“ per Elfmeter das 0:2. Vorausgegangen waren Abstimmungsprobleme in unserer Abwehr, die letztlich Ausgangspunkt für den Strafstoß waren. In der 62. Min. ein weiterer Freistoß des „10-ers“, den unser Torwart noch an die Querlatte lenken konnte, in der 66. Min. dann das 0:3. Dieser Treffer und auch das 1:4 in der 90. Min. waren fein herausgespielt, beide Male allerdings begünstigt durch unzureichendes Defensivverhalten unseres Teams. Dazwischen hatte Jonas Schmitt in der 75. Min. auf 1:3 verkürzt. Der gegnerische Torwart konnte da einen Ball nur abklatschen, Jonas war zur Stelle und staubte aus kurzer Entfernung ab. In der 86. Min. hatte Robert Erfurt dann unsere letzte Torchance. Er scheiterte allerdings mit seinem Heber über den Torwart. Die Kugel ging rechts am Tor vorbei.

Resümee:

Spielertrainer Jens Fromm zog in der Main-Post vom heutigen Tag folgendes Fazit:

  • „Der Sieg von Keilberg geht in Ordnung. Der Gegner war spielerisch zwar nicht besser, aber robuster und erfahrener.“

Weiter:

  • „Die Mannschaft hat nach dem Spiel gegen Wasserlos eine Reaktion gezeigt und alles gegeben.“

Diese Bewertungen treffen den Punkt.

Trotzdem ist es für Mannschaft und Trainer natürlich wenig angenehm, immer wieder erleben zu müssen, dass es zu einem Dreier einfach nicht reichen will, selbst in Spielen, in denen auf der Gegenseite keine Übermannschaft steht.

Erfreuliches zum Schluss: Angreifer Artur Jurkin und Abwehrspieler Tobias Müller standen gestern erstmals wieder in der Startelf. Artur hatte sich in der Sommervorbereitung verletzt, Tobias ist nach einer berufsbedingten Pause zurück.