17.10.2021 | Gänzlich chancenlos war unsere Erste am Sonntag, 24.10.2021, beim Auswärtsspiel in Frammersbach. Sowohl, was die Aussicht auf einen Punktgewinn betrifft, als auch im Wortsinn. Es gab tatsächlich keine einzige Chance, keinen FVGS-Torschuss, bei dem der gegnerische Torwart hätte eingreifen müssen. Dass man aber das gesamte Spiel nicht im Strafraum der Gastgeber war, so der Frammersbacher Spielertrainer Patrick Amrhein gegenüber der Main-Post, stimmt so nicht.

Dort und um den Strafraum herum waren die Unsrigen schon ab und an, zugegebenermaßen jedoch sehr selten, und wenn, dann ohne Torgefahr zu verbreiten. Was aber auch nicht verwundert. War man doch mit einer Fünferkette angetreten und dem (Haupt-)Ziel, Tore zu verhindern. Spielentscheidender Mann war der oben bereits genannte Patrick Amrhein, ein Ausnahmespieler, was das Fußballspielen in der Bezirksliga betrifft. Nicht nur, dass er bis auf das zweite alle Tore erzielte. Er bestimmte zudem den Rhythmus seiner Mannschaft, lenkte ihr Spiel, schlug zudem zentimetergenaue Pässe auf seine Mitspieler. Einziger Wermutstropfen (aus seiner Sicht): Er verschoss in der 10. Minute einen Elfmeter, weil unser Torwart Philipp Ködel bravourös hielt.

Die Außentemperaturen waren ideal, der Rasen hingegen nicht. Wegen der Niederschläge unter der Woche war er recht rutschig, für alle Akteure gleichermaßen nicht immer einfach bespielbar. Trotzdem: Die Partie wurde von beiden Seiten fair geführt, was die Aufgabe des jungen Schiedsrichtergespanns leicht machte.

Im ersten Abschnitt agierten die Hausherren noch zu ungenau bzw. umständlich, nutzten ihre mannschaftliche Qualität, ihre spielerische Überlegenheit nicht effizient. Beide Tore waren im engeren Sinne nicht herausgespielt. Das 0:1 (13. Min.) fiel nach einem präzisen weiten Zuspiel aus kurzer Distanz, das 0:2 (44. Min.) nach einem Konter.

In der zweiten Hälfte traten die Einheimischen dann spielsicherer auf, zeigten präzises schnelles Flügelspiel, sehenswerte Kombinationen. Trotzdem gelang ihnen bis in die Schlussphase lediglich ein weiteres Tor (57. Min.). Erst in der 83. und 84. Min., als in unserem Team Kräfte und Konzentration schwanden, fielen dann die Gegentore vier und fünf.

Das Ergebnis geht in Ordnung, hätte durchaus auch noch happiger ausfallen können. Unser Team kämpfte zwar aufopferungsvoll, war aber mannschaftlich völlig unterlegen. Auch was die Qualität der Einzelspieler betrifft, war man mehrheitlich schwächer aufgestellt als die Gastgeber.

Worauf ich an dieser Stelle noch eingehen will, ist die Spielankündigung im „Frammersbacher“ FVAktuell. Das heißt dort „Klatsche“. Wir, d.h. die FVGS, werden da auf Seite 5 für eine gute Jugendarbeit gelobt. Und gleichzeitig wird sachlich richtig beschrieben, warum unsere Erste derzeit da steht, wo sie steht: Nämlich am Tabellenende. Und warum. Für diese zutreffende, fast einfühlsame Beschreibung möchte ich mich bedanken.

Laut „Klatsche“ wollten die Hausherren kein „Aufbaugegner“ für unser Team sein. Das waren sie dann auch ganz gewiss nicht. Sie zeigten stattdessen, wie groß der Unterschied zwischen beiden Mannschaften derzeit ist. Aus unserer Sicht leider.