15.10.2021 | Alles wie gehabt. Gegen Tabellennachbarn tut sich unsere Erste noch schwerer als gegen Mannschaften aus dem Tabellen-Mittelfeld. Das bleibt als Schlussfolgerung aus der 0:5-Niederlage gegen Tabellennachbar und Mitaufsteiger Buchbrunn-Mainstockheim am Sonntag (10.10.2021) in Gemünden. Eine Niederlage, die am Ende im Ergebnis genauso happig ausfiel wie die 2:6-Niederlage gegen Neuhütten/Wiesthal vorvergangene Woche in Seifriedsburg, allerdings bei anderem Spielverlauf.

Zwar ging unsere Elf, dieses Mal von Beginn an mit beiden Spielertrainern, auch gestern mit einem Rückstand in die Pause. Das 0:1 entsprach jedoch nicht dem Spielverlauf der ersten Hälfte. Die Partie war da nämlich ausgeglichen, Torchancen auf beiden Seiten spärlich. Im Gegensatz zu den Unsrigen nutzten die Gäste aber eine der ihren. Nach dem 0:2 in der 55. Minute und dem Platzverweis für unseren Spielertrainer Jens Fromm in der 61. Min. ging es bei „überschaubarer“ Tagesform nur noch darum, die Niederlage nicht zu hoch ausfallen zu lassen. Dies gelang am Ende aber nicht. Musste man zunächst (76. Min.) nur das 0:3 hinnehmen, fing man sich in der 89. und 90. Min. noch zwei absolut unnötige Gegentreffer ein, verlor am Ende demoralisierend hoch mit 0:5.

Die Wetterbedingungen waren gestern hervorragend. Es schien eine wärmende Sonne, dies bei moderaten, fußballergerechten Temperaturen. Auf dem Rasen war bei Spielbeginn (15.00 Uhr) noch Feuchtigkeit zu sehen. Gleichwohl stellte dies für beide Mannschaften keinerlei Problem dar.

Das Schiedsrichtergespann agierte souverän, leitete das Spiel unauffällig und jederzeit sicher. Da beide Teams trotz der Bedeutung der Partie für beide Seiten sehr fair miteinander umgingen (es gab beidseits jeweils nur einmal gelb), war die Spielleitung allerdings auch nicht schwer.

0:1 zur Pause

Nachdem unsere Männer in der 3. Min. eine Halb-Chance durch Attila Aydogdu haben, kommen die Buchbrunner in der 5. Min. zu ihrer ersten - deutlich gefährlicheren - Gelegenheit, die jedoch vergeben wird. Danach passiert vor den Toren erst mal nichts mehr. Man ist beidseitig um Spielkontrolle bemüht, kommt kaum in und an den gegnerischen Strafraum. Bis zur 18. Min.. Da entschärft der gegnerische Torwart einen fulminanten Schrägschuss unseres Edgard Sack von außerhalb der Box in spektakulärer Weise. Nach der darauffolgenden Ecke kommt der Ball außerhalb des Sechzehners zu Attila Aydogdu, der sofort abzieht. Sein Spannstoß geht jedoch knapp vorbei. Das 0:1 (37. Min.) fällt dann aus heiterem Himmel. Nach schnellem Umschaltspiel dringt der auf die Reise geschickte linke Gäste-Angreifer links in unseren Strafraum ein, wo er mittels Körpertäuschung an „seinem“ Gegenspieler vorbeikommt und aus kurzer Entfernung flach ins lange Eck schießt. In der 40. Min. noch ein Fernschuss von Leonard Mehana, der knapp am Tor vorbeigeht. Dann ist nach einer Hälfte mit gleichen Spielanteilen Pause.

0:5 nach 90 Minuten

Offenbar beflügelt durch die Halbzeit-Führung kommen die Buchbrunner besser in den zweiten Abschnitt. Sie operieren jetzt nicht mehr wie vor der Pause bevorzugt mit langen Bällen aus der Abwehr. Sie kombinieren auch, übernehmen die Spielkontrolle. Das wird mit dem 0:2 in der 55. Min. „belohnt“, einem Gegentreffer, der durch Schläfrigkeit in unserer Abwehr begünstigt wird. Ab der 61. Min. sind die Unsrigen dann nur noch zu zehnt, weil Spielertrainer Jens Fromm vom Platz muss. Er hat sich einen Moment nicht unter Kontrolle, sieht wegen eines verbalen Aussetzers die rote Karte. Realistischerweise geht es für unsere Leute jetzt nur noch um Schadensbegrenzung. Die Buchbrunner dagegen nutzen ihren Vorteil, einen Feldspieler mehr zu haben, „spielen“ nun Fußball. Sie lassen den Ball laufen, kombinieren mitunter ansehnlich. Trotzdem bekommt unser Team bis zur 89. Min. nur einen weiteren Gegentreffer (76. Min.). Erst in der Schlussphase (89. und 90. Min.) fängt man dann noch deren zwei. Das Schlimme daran ist die Art und Weise, wie die fallen. Unsere Defensivabteilung ist da beide Male hoch passiv, guckt quasi zu, wie die Buchbrunner sich durchkombinieren und die Kugel aus kürzester Entfernung, quasi wie in der Halle, ins Tor abtropfen lassen. Man selbst hat in der zweiten Hälfte allenfalls Halbchancen, wenige und, wenn, dann nach Standards.

Resümee:

Man muss ehrlich sein: Unsere Elf tut sich nach dem Weggang von Schlüsselspielern sowie etlichen verletzungsbedingten Ausfällen überaus schwer, selbst gegen Tabellennachbarn. Kassiert gegen die empfindliche Niederlagen, die Gift sind für Moral und Einstellung und die für weitere Anspannung sorgen, mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Nervenkostüm derer, die auf dem Platz stehen.