27.09.2021 | Beim Spiel am gestrigen Sonntag (26.09.2021) in Seifriedsburg war Tabellennachbar Neuhütten/Wiesthal über weite Strecken eine Klasse besser, wurde unsere Erste nach dem Aufstieg in die Bezirksliga erstmals von einem überlegenen Gegner richtiggehend „vorgeführt“. Man stand von Anfang an auf verlorenem Posten, war ohne jede Chance auf Punkte. Nicht einmal ein Unentschieden war in Reichweite.

Zwei spielstarke und abschlusssichere Routiniers in der Gästeoffensive, Christian Huth (Nummer 9) und Felix Schanbacher (Nummer 10), schossen zusammen 5 Tore, der Hauptangreifer mit der 9 davon drei. Vor allem diese beiden machten den „Unterschied“. Die Unsrigen, aufgrund von weiteren Verletzungen und urlaubsbedingter Abwesenheit noch enger aufgestellt als zuletzt, waren mannschaftstaktisch und dazu auf verschiedenen Positionen auch individuell deutlich unterlegen, kamen überhaupt erst ins Spiel, nachdem die Gäste nach dem sechsten Tor in der 63. Minute in den „Verwaltungsmodus“ zurückschalteten. Zum Fußballspielen war es gestern fast etwas zu schwül. Der Rasen war gut bespielbar. Die Spieler gingen angesichts der Bedeutung der Partie für beide Seiten überaus fair miteinander um. Das machte dem Schiedsrichtergespann seine Aufgabe leicht.

0:3 bereits zur Pause

In der gesamten ersten Hälfte kommen die Unsrigen überhaupt nur dreimal gefährlich in Tornähe. Ganz anders der Gegner aus dem Spessart. Der hat viel Raum, nutzt den auch. Bereits beim ersten Angriff in der 2. Min. gelingt das 0:1. In der 27. und 45. Min. folgen die Tore zwei und drei. Das 0:1 ist ein fein zu Ende gespielter Konter, eingeleitet von einem Ballverlust unsererseits in der Hälfte der Gäste, überlegt abgeschlossen von der Nummer 9. Das 0:2 ist ein platziert verwandelter Elfmeter der Nummer 10. Vorausgegangen ist ein Foulspiel eines unserer Abwehrspieler an der Nummer 9. Das 0:3 fällt erneut aus einer Kontersituation heraus. Der gegnerische Torschütze, dieses Mal keiner der beiden Routiniers, trickst sich nach einem Zweikampf, bei dem der Schiedsrichter auch Freistoß für uns hätte pfeifen können, in eine hervorragende Schussposition und vollendet mit einem Schlenzball.

2:6 bei Spielende

Auch in den zweiten Abschnitt kommen die Spessarter besser. In der 49. Min. gelingt ihnen nach erneut schöner Kombination das 0:4, Torschütze wiederum die Nummer 9. Ab da zeigen die Unsrigen Herz, schaffen in der 51. Min. durch Robert Erfurt allerdings eher überraschend das 1:4. Käptn Jan Vogt, da rechts etwa in der Mitte der gegnerischen Hälfte, flankt in den Strafraum, wo Leonard Mehana zu Robert Erfurt weiterleitet. Der, in diesem Moment links von der Strafraummitte, vollendet aus ca. 8 m flach mit rechts. Die Gäste lassen sich davon aber nicht beeindrucken, spielen weiter druckvoll nach vorne, machen folgerichtig die Tore fünf und sechs (58. und 63. Min.), auch die jeweils wieder als Abschluss von Kombinationen über mehrere Stationen. Das 1:5 schießt die Nummer 10, das 1:6 dann wieder die Nummer 9. Ab da schaltet der Gegner bewusst einen Gang zurück. Man macht dabei aber jederzeit den Eindruck, die Zügel wieder anziehen zu können, wenn man das wollte. Das letzte Tor, das 2:6, in der 67. Min. schießen unsere Männer. Eine Situation, ähnlich der bei unserem 1:4. Attila Aydogdu, da etwa in der Mitte der gegnerischen Hälfte, flankt von rechts in den Strafraum. Dort ist Jonas Schmitt etwas links von der Strafraummitte, nimmt den Ball in der Luft und schießt aus ca. 10 m mit rechts stramm ins Netz. Anschließend haben beide Seiten noch Torgelegenheiten, allerdings nicht sehr viele. Robert Erfurt trifft in der 88. Min. nach Zuspiel von Leonard Mehana die Querlatte. In der 89. Min. gibt es zudem eine Situation, bei der FVGS-Anhänger Handelfmeter reklamieren. Der Unparteiische pfeift allerdings nicht.

Resümee:

Gestern war ein absolut gebrauchter Tag. Die Gäste traten zu keinem Zeitpunkt wie ein Tabellennachbar auf, nutzten die individuelle Qualität ihrer hochklassigen Offensive. Solange es ergebnismäßig erforderlich war, kombinierten sie ansehnlich, verschafften sich ständig gefährliche Abschlusssituationen, hatten durchaus Chancen für weitere Tore. Unsere Elf dagegen war nicht in der Lage, das variable Angriffsspiel der Spessarter zu unterbinden. An keinem der sechs Tore gab es etwas zu halten.