05.10.2021 | In der Summe zu wenig. Trotz erneuter 2:0-Pausenführung ging unsere Erste auch am Sonntag (03.10.2021) in Lohr als Verlierer vom Platz. Nach zwei völlig verschiedenen Halbzeiten verliert man am Ende 2:5, steht wieder mit leeren Händen da. Waren die Unsrigen in der ersten Hälfte noch „bissig“ (O-Ton des Lohrer Spielertrainers Schmitt in der Main-Post), störten den Spielfluss der Hausherren erfolgreich, schossen zwei sehenswerte Treffer, gelang im zweiten Abschnitt so gut wie nichts mehr.

Intensität, Mentalität, Qualität, alles wie weggeblasen. Der schnelle Lohrer 1:2-Anschlusstreffer in der 46. Minute war Gift für das Nervenkostüm unserer Leute. Von Spielbeginn an ohne beide Spielertrainer geriet man jetzt unter Dauerdruck. In Mittelfeld und Abwehr kam man nur noch selten in den Zweikampf. Durch schnelles Spiel, insbesondere auch wegen FVGS-Defiziten bei Standards, kamen die Gastgeber zu zahlreichen Abschlüssen, machten noch 5 Tore. Und gewannen verdient, auch in dieser Höhe. Trotz des Regens in der 2. Halbzeit war der Rasen ordentlich bespielbar. Die Temperaturen waren für Fußballer ideal. Die Spieler beider Mannschaften gingen insgesamt ordentlich miteinander um. Das Schiedsrichtergespann hatte die Partie jederzeit im Griff.

Mit 2:0 in die Pause

In der gesamten ersten Halbzeit hatten die Hausherren nur wenige echte Chancen. Die beste: Ein Kopfball ihres Spielertrainers Schmitt an den Pfosten nach Ecke. Warum die Lohrer nicht ins Spiel kamen? Weil die Unsrigen die Räume eng machten, Kombinationsspiel erst gar nicht aufkommen ließen, (aus Lohrer Sicht) „unangenehm“ spielten. Dazu war man nach vorne hoch effizient. Man hatte letztlich nicht mehr zwingende Torchancen als die Lohrer, schoss aber zwei blitzsaubere Tore, und traf durch Jonas Schmitt in der 14. Min. noch die Querlatte. Unseren ersten Treffer erzielte Robert Erfurt in der 19. Min. nach wunderschönem öffnendem Zuspiel von Leonard Mehana. Links im Strafraum schoss er platziert ins lange Eck. Das zweite Tor in der 32. Min. erzielte Jonas Schmitt auf Zuspiel von Robert Erfurt mit einem satten Drehschuss über rechts. Bis zum Pausenpfiff merkte man den Lohrern an, dass sie auf einen solchen Spielverlauf mental nicht vorbereitet waren. Sie wirkten erstaunt, zeitweise ratlos.

Beim Abpfiff 2:5

Das änderte sich vom ersten Moment der zweiten Halbzeit an. In der Kabine der Hausherren müssen klare Worte gefallen sein. Aus der kam man nämlich wie verwandelt. Bereits in der 46. Min., beim ersten Angriff nach der Pause, schafften die Gastgeber den 1:2-Anschlusstreffer. Ab da kippte die Partie. Die Unsrigen sahen sich ständigen Angriffen gegenüber, gerieten unter Dauerdruck, konnten den Ausgleich aber zunächst noch verhindern. In der 66. und 67. Min. dann ein Lohrer Doppelschlag. (Ganz so wie in Uettingen, wo wir auch durch einen solchen mit 2:3 in Rückstand geraten waren.) Beim 2:2 macht es Spielertrainer Schmitt besser als in der ersten Hälfte, köpft die Kugel nach einer Ecke ins FVGS-Netz. Unser Team ist jetzt einen Moment lang komplett unsortiert und fängt nach einer Kombination sofort das 2:3. Ab da gehen die Köpfe unserer Männer nach unten. Man läuft jetzt zeitweise nur noch hinter- und nebenher, bekommt in der 76. und 85. Min. zwei weitere Tore zum 2:5-Endstand. Selbst hat man im zweiten Abschnitt praktisch keine echten Tormöglichkeiten mehr.

Resümee:

Der Spielverlauf in Lohr war identisch mit dem beim 2:4 in Wasserlos. Einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit unserer Ersten folgte wie da eine überaus schwache zweite. Am Lohrer Sieg gab es auch in dieser Höhe nichts zu deuteln.