22.09.2021 | Am Samstag, 18.09.2021, unterlag unsere Erste beim TSV Keilberg, einer Mannschaft aus dem unteren Bezirksliga-Mittelfeld, mit 2:3. Eine erneut unglückliche Niederlage. Nach 24 Minuten stand es nämlich 2:0 für uns, zur Halbzeit immerhin noch 2:2. Mitte der 2. Hälfte gelang den Hausherren dann der Siegtreffer zum 2:3. Von zwei gleichwertigen Teams war nach 90 Minuten das obenauf, das cleverer war. Aus meiner Sicht: Ein „dreckiger“ Sieg. Warum? Weil es gegnerische Spieler gab, die im zweiten Abschnitt nicht die Fairness zeigten wie beispielsweise unser Käpt`n Jan Vogt vor deren 1:2.

Der Rasen in Keilberg präsentierte sich in Topzustand. Zum Fußballspielen war es nicht zu warm und nicht zu kalt, ideale Bedingungen also. Der Schiedsrichter, der nicht immer souverän wirkte, kam ohne gelbe Karten aus; dies allerdings nicht, weil die Partie zu jeder Zeit fair war. Nein, offenbar weil er einfach keinen „gelben Karton“ zeigen wollte. Insbesondere in der Schlussviertelstunde ging es mitunter recht hektisch zu, gab es durchaus Situationen, die man mit einer gelben Karte hätte ahnden können.

2:2 bei Seitenwechsel

Die Unsrigen kamen besser ins Spiel als die Gastgeber, führten nach 24 Minuten verdient mit 2:0. Beide Tore waren blitzsauber herausgespielt. Beim 1:0 in der 16. Min. profitiert unser Torschütze Robert Erfurt vom Tiefschlaf der Keilberger. Die passen nicht auf, als der Unparteiische nicht weit von der Mittellinie entfernt an der rechten Außenlinie einen Freistoß für uns pfeift. Noch bevor sich die Hausherren formiert haben, passt Jan Vogt flach zu Robert Erfurt, der da rechts im Fünfmeterraum ist und das Leder im Fallen mit rechts ins Tor verlängert. Unser 2:0 erzielt Co-Spielertrainer Steffen Lehofer in der 24. Min.. Auch da hat Robert Erfurt seine Füße mit im Spiel. Er, da links vom gegnerischen Strafraum unterwegs, wird mit dem Rücken zum Tor angespielt, kann den Ball aber trotz zweier Gegenspieler behaupten und zu Edgard Sack passen. Der, da links im Strafraum, steckt die Kugel zu Steffen Lehofer durch, Und der befördert sie, da links im Fünfmeterraum, mit rechts per Außenrist elegant ins lange Eck. Praktisch im Gegenzug (25. Min.) allerdings schon der Anschluss zum 1:2. Nach einem Zweikampf geht das Leder ins Toraus. Der Schiedsrichter gibt zunächst Abstoß. Auf seine von einem Keilberger veranlasste Nachfrage gibt Jan Vogt zu, dass er zuletzt „dran“ war. Bei der dann folgenden Ecke ist unsere Defensive nicht aufmerksam. Sie lässt einen Gegner mittig etwa 7 m vor dem Kasten an den Ball kommen, und der bedankt sich, indem er ihn in der Luft nimmt und zum 1:2 einschießt. Bereits 5 Minuten später (30. Min.) schon der Ausglich zum 2:2. Wir sind in diesem Moment nur zu zehnt, weil Jonas Schmitt wegen einer blutenden Platzwunde am Kinn außerhalb des Spielfelds behandelt werden muss. Bei einem hohen Diagonalball von rechts kommt unser Torwart Philipp Ködel zu spät aus dem Kasten, macht dadurch das Leder erst richtig „scharf“. Trotz vieler Abwehrbeine kommt der Torschütze zum 1:2 an den Ball und vollstreckt aus kürzester Entfernung. Ab diesem Ausgleich haben die Hausherren mehr vom Spiel, mehr Ballbesitz. Die Unsrigen hingegen verlieren ihre Linie.

2:3 nach 90 Minuten

Nach Wiederanpfiff sehen die Zuschauer eine weitestgehend ausgeglichene Partie mit nicht sehr vielen echten Torchancen auf beiden Seiten. Den Gastgebern gelingt schließlich in der 74. Min. das 3:2. Nach einer Standardsituation prallt die Kugel von einem Pfosten des FVGS-Kastens ins Feld zurück. Obwohl einer unserer Abwehrspieler näher zum Ball steht, bekommt den ein gegnerischer Angreifer, der schneller „schaltet“. Aus kürzester Entfernung kann er das „Runde“ ins „Eckige“ befördern. Ab da wird der Umgang der beiden Mannschaften rauer. Hektik kommt auf. Den Hausherren gelingt es jedoch, den 3:2-Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Resümee:

„Wir waren zu brav und nicht clever genug.“ Diese Einschätzung unseres verletzten und deswegen nicht mitwirkenden Spielertrainers Jens Fromm gegenüber der Main-Post ist - leider - zu 100 % zutreffend. In Uettingen 2:1 geführt, in Wasserlos und jetzt auch in Keilberg sogar 2:0. Trotzdem holt man aus allen drei Auswärtsspielen am Ende keinen Punkt.