10.08.2021 | Am Ende aber leider erneut nichts Zählbares. Im ersten Bezirksliga-Auswärtsspiel, das am Samstag, 07.08.2021, in Uettingen stattfand, verlor unsere weiterhin erheblich ersatzgeschwächte Erste am Ende unglücklich mit 2:3. Zwischenzeitlich hatte man sogar 2:1 geführt, geriet allerdings nach dem gelb-roten "Karton" für David Vogt in der 73. Min. unter Dauerdruck. Durch einen Doppelschlag ihres Torjägers Lukas Weimer in der 77. und 78. Minute drehten die Hausherren innerhalb einer Minute die Partie und brachten die 3:2-Führung in einer kämpferischen Schlussphase verdient über die Zeit.

Aufgrund von leichtem Regen ab Spielbeginn, der bis in die erste Hälfte hinein andauerte, war der Rasen rutschig. Beide Mannschaften kamen damit jedoch ordentlich zurecht. Das Schiedsrichtergespann hatte das ab der 73. Min. insbesondere von unserer Seite aus hektisch geführte Spiel im Griff. Der Schiedsrichter, uns u.a. aus der Aufstiegssaison bekannt, da leitete er die umkämpfte Partie in Eisingen, die wir 3:1 gewannen, und wo er in der zweiten Halbzeit drei Hausherren-Spieler vom Platz stellte, pfiff wie dort konsequent und verteilte Karten, diesmal aber mehrheitlich gegen uns.

1:1 zur Pause

Die Gastgeber kamen besser ins Spiel als unsere Jungs und hielten sich bis zur 10. Min. fast permanent in der FVGS-Hälfte auf. Ab da spielten die Unsrigen dann auch mit. Trotzdem gelang den Uettingern in der 15. Min. das 1:0. Ein eigentlich verunglückter Flachschuss von außerhalb des Strafraums ging durch Freund und Feind hindurch und geriet zufällig zu einem Gegner, der den Ball aus kurzer Entfernung quasi ins Tor abtropfen ließ. Unser Team war dadurch allerdings nicht geschockt, sondern erarbeitete sich nach Umstellung auf Dreierkette ab der 20. Min. über Stoßstürmer und Co-Trainer Steffen Lehofer selbst erste ordentliche Abschlüsse. Ein von ihm getretener 20-m-Freistoß ging in der 24. Min. knapp am Dreieck vorbei. Doch in der 38. Min. war es dann soweit. Das erste FVGS-Bezirksliga-Tor aus dem Spiel heraus. Von Robert Erfurt mit schönem Pass auf die Reise geschickt, lässt Steffen Lehofer die beiden Uettinger Innenverteidiger hinter sich und hebt den Ball, da etwa mittig auf Strafraumhöhe, akrobatisch mit rechts über den herauseilenden Torwart hinweg zum 1:1 ins gegnerische Tor. Zu diesem Zeitpunkt etwas glücklich, da die Hausherren in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz und auch eine größere Anzahl an Tormöglichkeiten hatten.

Bitteres 2:3 nach 90 Minuten

In die zweite Hälfte kamen unsere Männer besser, auch besser als der Gegner. Durch Steffen Lehofer und Leonard Mehana kam man bereits in der 46. und 48. Min. gefährlich vor das Uettinger Tor. In der 54. Min. dann mit Erfolg. Leonard Mehana nimmt ein feines Zuspiel von Jonas Schmitt mittels einer Körpertäuschung elegant mit und schüttelt dadurch seinen Gegenspieler ab. Anschließend läuft er allein noch ein paar Meter Richtung Tor und schießt, da im Strafraum etwas links, aus ca. 8 m mit rechts flach zum 1:2 ins Netz. Danach gerieten die Gastgeber erst mal völlig aus dem Takt. Bis zur gelb-roten Karte in der 73. Min.. Ab da wurden sie offensiv wieder dauerhaft gefährlich. Bei den Unsrigen dagegen kam in Unterzahl Unordnung in die Defensive. Die nutzte der Uettinger Torjäger Lukas Weimer in der 77. und 78. Min. zum 2:2 und 3:2. Bei seinem ersten Tor nickte er, obwohl nicht sehr groß, eine schöne Flanke von links aus kurzer Entfernung ein, bei seinem zweiten fand ein scharfer, flacher Ball, diagonal von rechts aus gut 30 m abgefeuert, durch Freund und Feind hindurch den Weg ins lange Eck. Ab diesem Moment waren die Hausherren wieder obenauf. Sie hatten anschließend weitere gute Tormöglichkeiten, darunter ein Pfostenschuss in der 88. Min.. Die Unsrigen, da nur noch zu zehnt und ohne Steffen Lehofer, ihren in der 59. Min. angeschlagen ausgewechselten gefährlichsten Angreifer, standen unter Dauerdruck, waren nicht mehr in der Lage, nach vorne gefährlich zu werden.

Resümee:

Die Partie verlief wechselhaft. Sie war umkämpft. Von beiden Seiten. Unseren Spielern ist, was Einsatz und Moral betrifft, kein Vorwurf zu machen. Trotzdem: Wenn man Ballbesitz und herausgespielte Tormöglichkeiten zählt, hatten die Hausherren am Ende berechtigt das bessere Ende für sich. Was aber Mut macht: Unser Team hatte erstmals eine echte Chance zu punkten.