30.09.2020 | Am 27.09.2020, fand in Gemünden das erste Heimspiel unsrer Ersten nach dem Re-Start statt. Man war erneut ersatzgeschwächt, musste ohne die Spielertrainer Fromm und Lehofer sowie Außenbahnspieler Gleiss und Stamm-torwart Jamil, allesamt verletzt, antreten. Die Mannschaft aus Duttenbrunn erwies sich als der erwartet schwere, unangenehme Gegner.

Wie das Hinspiel, in dem Torjäger Mjalov kurz vor Schluss das 3:2 erzielt hatte, war die Partie umkämpft, ein Spitz-auf-Knopf-Spiel, dem Spielverlauf nach eigentlich ein Unentschieden-Spiel. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit (90 + 3. Min.), diesmal allerdings mit dem besseren Ende für die Gäste. Die traten während des gesamten Spiels körperlich auf, waren vor allem sehr zweikampfstark. Das Wetter war herbstlich kühl. Trotz des satten nächtlichen Regens war der Rasen jedoch ordentlich bespielbar. In einigen wenigen Szenen rutschten Akteure allerdings weg. Der sicher routinierte ältere Unparteiische leitete die Partie bis zum Schluss ruhig und unaufgeregt, traf aber ab und an, mehr die Unsrigen betreffend, unglückliche Entscheidungen.

Bei Halbzeit 1:1

Unsere Mannschaft begann forsch, hatte bereits in der 3. Min. die erste Chance. Links zur Torauslinie abgedrängt bringt Sturmführer Gensch die Kugel aber nicht aufs Tor. Im Gegenzug fällt dann schon das 0:1. Nach einem ungenauen Pass eines unserer defensiven Mittelfeldspieler kommt der superschnelle gegnerische Sturmführer in der Mitte unserer Hälfte an den Ball, schlüpft zwischen den beiden Innenverteidigern durch und schießt aus ca. 7 m unhaltbar ein. Die Unsrigen, dadurch kalt erwischt, berappeln sich jedoch schnell und gleichen bereits in der 13. Min. durch Mjalov aus. Nach Duttenbruner Ballverlust in Strafraumnähe kommt er an den Ball, dribbelt etwas links im Strafraum zwei Gegenspieler aus und schießt aus ca. 8 m mit rechts flach ins rechte Torwarteck. Danach passiert bis zum Pausenpfiff hinüber und herüber chancenmäßig nicht mehr wirklich viel. Unsere Elf kommt nicht recht ins Spiel, vor allem nicht ins gewohnte Kombinationsspiel. Und auch die Gäste, die in Mittelfeld und Abwehr kompakt stehen, insgesamt sehr diszipliniert auftreten, kommen nur noch selten in das von ihnen angestrebte schnelle Umschaltspiel. Man bewegt sich stattdessen vornehmlich im Mittelfeld, neutralisiert sich. Die Duttenbrunner wirken nach vorne sogar etwas gefährlicher.

1:2 in der Nachspielzeit

Nach Wiederanpfiff passiert vor den Toren zunächst weiterhin nichts. Erst in der 54. Min. kommt es zur ersten gefährlichen Torannäherung. Die Gäste schaffen dabei aber nichts Zählbares. Ab da kommen die Unsrigen besser in die Partie, haben mehr Ballbesitz. Sie machen in der gegnerischen Hälfte Druck, Kombinationen wie sonst gelingen allerdings auch da nur wenige. Chancen ergeben sich praktisch nur nach Ecken oder Einzelaktionen. Die Duttenbrunner verteidigen auch in dieser Phase geschickt, versuchen weiterhin, bei Ballerobe-rung schnell umzuschalten. Etwa ab der 70. Min. ist dann der Torschütze zum 0:1 im Spiel zurück. Er war in der 18. Min. nach einem Zweikampf wegen Verletzung ausgewechselt worden. Sofort entwickelt der Gegner wieder mehr Zug im Spiel nach vorne. Als es in der 90. Min. noch 1:1 steht, deutet alles darauf hin, dass die Partie unentschieden ausgeht. Bis zur 90 + 3. Min.. Da fangen die Gäste einen zu flach geratenen Schlag eines unserer Abwehrspieler ab. Sie schalten blitzschnell um. Unsere Abwehr ist aufgerückt, in unserer Hälfte deswegen viel Platz. Man kann nicht verhindern, dass der rückgewechselte schnelle Stoßstürmer an den Ball kommt. Es gelingt ihm, an unseren Innenverteidigern vorbeizukommen und in den Strafraum einzudringen. Dort schnippelt er die Kugel aus kurzer Entfernung zum 1:2 flach ins linke Torwarteck. Anschließend passiert nichts mehr.

Fazit:

  • Unser Spielertrainer Fromm kommentierte die gestrige Niederlage gegenüber der Main-Post so: “Es ist schon ärgerlich, aber kein Weltunter-gang.“ Weiter schreibt die Zeitung: „Gleichzeitig lobte er die Duttenbrun-ner, die sehr kompakt gestanden und sich sehr zweikampfstark präsentiert hätten.“ Genauso war`s. Das trifft das Spielgeschehen auf den Punkt.
  • Unsere Erste hat ordentlich gekämpft, dagegengehalten. Das, was sie bislang ausgezeichnet hat, konnte sie allerdings nicht zeigen. Sie kam nicht in das von ihr gewohnte Kombinationsspiel.
  • Die Duttenbrunner haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur auf „ihrem“ kleinen Platz erfolgreich Fußball spielen können. Sie sind mit ihrer Spielweise auch auf „großen“ Plätzen dazu in der Lage.