Mit 5:2, darunter drei Tore von Torjäger Mjalov, gewann unsere Erste am Sonntag, 20.09.2020, in Halsbach gegen Wiesenfeld/Halsbach, eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel, ihr erstes Match in der „Re-Start“-Saison 2020/2021. Der Sieg war jederzeit ungefährdet, hätte durchaus noch höher ausfallen können.

Besonders vor dem Pausenpfiff agierten die Hausherren überaus vorsichtig, waren allein darauf aus, kein Tor zu kassieren. Bei den Unsrigen fehlten von Beginn an Spielertrainer Fromm und Sturmführer Gensch. Dazu ersetzte Philipp Ködel Stamm-Torwart Jamil, der sich am Freitag im Training verletzt hatte. Ab der 35. Min. musste man dann auch ohne Co-Spielertrainer Lehofer auskommen. Bei hochsommerlichen Temperaturen brannte die Sonne während des gesamten Spiels vom Himmel. Schatten gab es nur auf einem schmalen Streifen vor dem höherliegenden Sportheim. Der Rasen, zuvor offenbar nicht ständig bewässert, war steinhart, nicht leicht zu bespielen. Die Spieler beider Mannschaften gingen ordentlich miteinander um. Es gab insgesamt nur zwei Gelbe Karten, eine auf jeder Seite. Der viel kommunizierende Unparteiische agierte souverän, hatte die Partie jederzeit im Griff.

Zur Pause bereits 3:0

Während des gesamten ersten Abschnitts ließ unsere Erste nichts anbrennen, bestimmte das Spiel durchgängig. Die Hausherren waren in allen Belangen unterlegen, mannschaftlich, da vor allem spieltaktisch, und individuell. Gefahr entwickelten sie ganze zweimal, dies jeweils nach Standards. Aus dem Spiel heraus kamen sie zu gar nix. Ganz anders die Unsrigen. Neben drei blitzsauberen Toren, erzielt jeweils im Abstand von ca. zwanzig Minuten, sah man weitere ordentliche Abschlüsse. Schon in der 6. Min. klingelt es zum ersten Mal im Wiesenfelder Kasten. Torjäger Mjalov schießt von links kommend aus ca. 16 m mit rechts flach aufs Tor. Der gegnerische Torwart kann die scharf geschossene Kugel nur in Richtung langes Eck ablenken. Dort taucht in diesem Moment Youngster Leonard Mehana auf und schiebt aus kurzer Entfernung zum 1:0 ein. In der 23. Min. gelingt Mjalov das 2:0, sein erstes Tor an diesem Tag. Nach einer Kombination über mehrere Stationen kommt er links im Strafraum an den Ball, versenkt aus ca. 10 m mit rechts flach in die Tormitte. Auch dem 3:0 in der 43. Min., wiederum durch Mjalov, geht eine Kombination über mehrere Stationen voraus. Das Zuspiel zum Torschützen kommt vom linken Außenbahnspieler Sack, der von der Torauslinie überlegt nach hinten passt. Mjalov, in diesem Moment mittig und ca. 15 vor dem Tor, nimmt das Zuspiel noch in der Luft und schießt mit rechts flach ins rechte Torwarteck.

Nachlassen im zweiten Abschnitt

Nach Wiederanpfiff können die Unsrigen nicht an ihre Leistung aus der ersten Hälfte anknüpfen. Man beginnt warum auch immer, möglicherweise im Gefühl der großen Überlegenheit da, unkonzentriert, zeitweise sogar schläfrig, nutzt vor allem in den 25 Minuten nach der Pause seine kreativen und spieltaktischen Vorteile nicht mehr. Die Hausherren suchen in dieser Zeit selbst die Offensive, tun sich dabei aber schwer. Trotzdem in der 55. Min. das 1:3. Nach einer Ecke gelingt Routinier Stich ein schöner Kopfball, leider nicht ins „richtige“ Tor. So ab der 70. Min. wacht unser Team dann wieder auf, hat mehrere gute Abschlüsse, kommt passend dazu in der 79. Min. zum 4:1. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte schaltet man blitzschnell um. Als letzter vor dem Torschützen Mjalov am Ball ist unser rechter Angriffsspieler Jurkin. Er, da rechts im Halbfeld der Wiesenfelder Hälfte unterwegs, inszeniert einen Flügelwechsel, indem er Mjalov, da links vor dem Strafraum unterwegs, mit einem präzisen weiten Pass einsetzt. Der nimmt den Ball an, umdribbelt noch einen Abwehrspieler und netzt aus ca. 7 m mit links ein, flach ins lange Eck. Unser Tor zum 5:1 schießt in der 85. Min. Winterneuzugang David Vogt, Bruder unseres neuen Käpt`n Jan Vogt. Unsere Angreifer, darunter David, pressen. Dadurch unter Druck gesetzt verdaddeln die Hausherren die Kugel. David kommt auf Höhe der Strafraumlinie mittig in Ballbesitz, dringt sofort in den Strafraum ein und schießt aus ca. 8 m mit rechts flach ins linke Torwarteck. Den Torreigen beschließt dann der Gegner. In der 88. Min. gelingt ein Elfmetertor nach Foulstrafstoß.

Resümee:

  • Der Sieg unserer Elf war ungefährdet. Man spielte durchwegs konzentriert, ausgenommen die 25 Minuten nach der Pause. In dieser Zeit machte man sich das Leben selbst schwer.
  • Markus Mjalov schnürte gestern zum wiederholten Male einen Dreierpack, zeigte, was einen Torjäger auszeichnet.
  • Leonard Mehana, der in der ersten Hälfte sehr kreativ unterwegs war, und David Vogt erzielten jeweils ihr erstes Tor für die FVGS in einem Pflichtspiel. Glückwunsch.
  • Philipp Ködel war ein sehr guter Vertreter im Tor. Er spielte tadellos. Beide Gegentore waren nicht haltbar.