In einer gutklassigen intensiv geführten Partie gewann unsere Erste gestern beim Tabellendritten Eisingen mit 3:1 (1:0). Bereits in der 2. Minute, beim ersten Angriff, pfiff der Unparteiische Elfmeter für uns. Christian Stich vollstreckte sicher. Ab der 10. Min. kamen die Gastgeber richtig ins Spiel, setzten unsere Elf zeitweise mächtig unter Druck, nutzten allerdings ihre Chancen nicht. Ab der 35. Min. ließen die Eisinger dann nach, die Unsrigen kamen auf. Das Spiel war ab da bis zum Pausenpfiff ausgeglichen.

Im 2. Abschnitt ging die Partie zunächst hin und her, mit Chancen hüben wie drüben. In der 56. Min. konnte Markus Mjalov aus ca. 19 Metern per Freistoß auf 2:0 erhöhen. Danach gerieten die Hausherren auf die Verliererstraße. Mehrere ihrer Spieler reagierten über. Die Folge: Der Unparteiische zeigte 3 Eisingern jeweils nach Foulspiel gelb-rot. Ab der 64. Min. war die Heimelf zu zehnt, ab der 78. zu neunt, ab der 88. sogar nur noch zu acht. Trotzdem: Obwohl mit 2 Mann in Unterzahl gelang den Einheimischen in der 78. Min. nach einer Ecke der Anschlusstreffer zum 1:2. Den Deckel drauf machte in der 90 + 3. Min. Robert Erfurt. Er erzielte aus kurzer Entfernung das 3:1.

Mit dem gestrigen Spiel endete die Hinrunde der Saison 2019/2020. Von erreichbaren 45 Punkten holte unsere Erste 40 (13 Siege; 1 Unentschieden; 1 Niederlage). Sie hat jetzt ein Torverhältnis von 54:20. Das ist die beste Zwischenbilanz, die eine erste Mannschaft von uns je erreicht hat. Das Team geht als Tabellenführer in die Rückrunde, hat auf den 1. Verfolger Birkenfeld auf jeden Fall weiterhin 6 Punkte Vorsprung. Den gegenüber Verfolger Eisingen konnte man auf 10 Punkte erhöhen.

Zu kalt war es in Eisingen gestern nicht, einfach herbstlich frisch. Der Rasen war pflegerisch in einem Topzustand. Einfach zu bespielen, war er trotzdem nicht. Wegen des Regens an den Vortagen war er recht rutschig.

Der Schiedsrichter pfiff fast ohne Fehl und Tadel. Er hatte die Partie jederzeit im Griff, hielt konsequent seine „Linie“ durch. In der letzten Saison hatte er uns beim 0:4 in Seifriedsburg gegen Meister Lohr gepfiffen und da 2 Lohrern nach deren viertem Tor wegen Foulspiels gelb-rot gezeigt. An diese Linie knüpfte er gestern nahtlos an. Er ließ nichts durchgehen, ahndete insbesondere übermäßigen Einsatz konsequent, am Ende mit der Folge, dass die Gastgeber nur noch zu acht (!) auf dem Platz standen.

Zur Halbzeit 1:0 für uns

Beide Mannschaften spielten von Beginn an nach vorne, wollten Tore erzielen. Taktiert wurde nicht. Bereits in der 2. Min. gehen die Unsrigen mit 1:0 in Führung. Markus Mjalov passt da zu Tim Strohmenger, der von links in den Strafraum eindringt, dort nur mittels eines Fouls gestoppt werden kann. Der Unparteiische pfeift sofort Strafstoß. Christian Stich netzt mit rechts sicher ein. In der 6. Min. kommen dann die Hausherren erstmals gefährlich vor unser Tor, holen 4 Ecken unmittelbar hintereinander heraus, allerdings ohne zu treffen. In der 9. Min. wollen einige Eisinger Spieler ein Handspiel eines FVGS-Abwehrspielers gesehen haben. Der Schiedsrichter pfeift jedoch nicht. Im Anschluss daran ging die Partie hin und her, gab es vielversprechende Torchancen auf beiden Seiten. Tim und Markus konnten die unsrigen nicht nutzen. Die Eisinger blieben ohne zählbaren Erfolg, da entweder unpräzise abgeschlossen wurde, oder unser Torwart Marcel Jamil hervorragend abwehrte. Bis zur 35. Min. hatten die Gastgeber ein Übergewicht. Ab da verlief das Spiel bis zum Pausenpfiff ausgeglichen.

Im zweiten Abschnitt 3x Gelb-Rot für die Gastgeber

Auch nach dem Wiederanpfiff spielten beide Teams weiter offensiv. Die Eisinger wollten den Ausgleich, die Unsrigen das 2. Tor. Bis zur ersten gelb-roten Karte in der 64. Min. waren Ballbesitz und Chancenverhältnis ausgeglichen. Ab da kontrollierte unsere Elf die Partie, erspielte sich insbesondere nach der zweiten gelb-roten Karte in der 78. Min. bis zum Ende ein deutliches Chancenplus. Markus hatte in der 56. Min. aus ca. 19 Metern per Freistoß auf 2:0 erhöht. Wie am letzten Sonntag gelingt ihm das Kunststück, den Ball aus mittiger Position mit rechts an der Mauer vorbei ins rechte Eck zu zirkeln. Vorausgegangen war ein Foulspiel an Tim, der nach Zuspiel von Artur Jurkin in Richtung Strafraum unterwegs war. Kurz nach dem zweiten gelb-roten „Karton“, noch in der 78. Min., kommen die Einheimischen zum verdienten Ehrentreffer. Sie erhalten eine Ecke, die auf den kurzen Pfosten gezogen wird. Dort wird ein Eisinger schlecht verteidigt, kommt zum Kopfball, kann einköpfen. Danach herrscht bei den Unsrigen trotz numerischer Überlegenheit erst mal etwas Konfusion. Hinten und im Mittelfeld ist man zeitweise nicht richtig orientiert, steht zu weit weg von seinen Gegenspielern. Vorne spielt man die Überzahl nicht konsequent aus bzw. zielt ungenau. Bereits da hätte man die Partie entscheiden können. So dauert es schließlich bis zur 90 +3. Min., ehe Robert Erfurt den Deckel drauf macht. Aus kurzer Entfernung gelingt ihm nach einem überlegten Zuspiel vom eingewechselten Sami Tarabeh das 3:1.

Fazit:

  • Auch wenn unsere Mannschaft sich gestern im 1. Abschnitt zeitweise schwertat, im 2. ihre Überzahlvorteile nicht immer nutzte, war der Sieg am Ende verdient, fiel vielleicht ein Tor zu hoch aus. Zum wiederholten Male war eine geschlossene Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Erfolg. Einen besonders guten Tag erwischt hatten Torwart Marcel Jamil, Julian Ködel als zentraler Abwehrspieler sowie Christian Stich und Attila Aydogdu, die die Räume im Mittelfeld beackerten. Diese zentrale Achse funktionierte gut. Und vorne zeigten unsere Angreifer, welche Qualität sie haben, machten das, was sie bis auf zwei Spiele in dieser Saison immer gemacht haben: Mindestens ein Tor mehr schießen als der Gegner.

 

  • Unsere Erste hat eine überragende Hinrunde hinter sich. Sie hat einen komfortablen Punktvorsprung, ist unangefochten Tabellenführer. Trotzdem: Dies alles ist eine Momentaufnahme. Erreicht ist bislang nichts. Maßgeblich ist allein, wo man am Rundenende in der Tabelle steht. Zieht die Mannschaft aus den Erfahrungen der vorigen Rückrunde, auch da hatte man eine überzeugende Hinrunde gespielt, die richtigen Schlüsse, dürfen Mannschaft und Anhänger der Rückrunde hoffnungsfroh entgegensehen.