Mit einer verdienten, vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallenen 1:3-Niederlage im Gepäck trat unsere Erste heute die Rückreise aus Würzburg in heimische Gefilde an. Gegen den ETSV, einen spielerisch limitierten, defensiv und kämpferisch aber überzeugenden Gegner, war man nur in den ersten 30 Minuten richtig im Spiel, hatte auch ein paar Torchancen. Ab da ergab man sich dann der Taktik der Hausherren (Verdichtung der Räume in der eigenen Hälfte; lange Bälle nach vorne; robustes Einsteigen auf dem ganzen Platz), fand keine Mittel dagegen.

Die Tore der Gastgeber in der 42., 71. und 73. Minute fielen sämtlich nicht aus dem Spiel heraus, sondern jeweils nach Freistößen. Dem einzigen Tor der Unsrigen, das Tim Strohmenger in der 82. Minute erzielte, ging ein krasser Würzburger Abwehrschnitzer voraus. Der Unparteiische war wie unsere Elf am heutigen Tag nicht in Bestform. Mit zunehmender Spieldauer traf er immer öfter Entscheidungen, die unsere Mannschaft benachteiligten. Die konnte heute nicht mit dem ersten Anzug auflaufen. Spielertrainer Jens Fromm und Artur Jurkin fehlten weiterhin wegen Verletzung, Julian Ködel und Tobias Haupt waren urlaubsbedingt abwesend. Die, die spielten, blieben unter ihren Möglichkeiten. Im Mittelfeld fand man insbesondere im 2. Abschnitt keine kreativen Lösungen, um die beiden Würzburger Viererketten zu knacken. Vorne agierte man glücklos, traf nach dem 0:1 immer öfter die falschen Entscheidungen. Und hinten brannte es bei Standards fast jedes Mal lichterloh. Wer geglaubt hatte, unsere Elf würde sich nach dem Pausenpfiff steigern, wurde enttäuscht. Man agierte fahrig, ließ die Köpfe hängen, ergab sich in sein Schicksal. Trotz der 1:3-Niederlage ist unsere Erste jedoch weiterhin Tabellenführer. Der Vorsprung auf den heute siegreichen ersten Verfolger Eisingen ist auf jetzt 4 Punkte geschrumpft, was allerdings auch zeigt, wie erfolgreich die Mannschaft in dieser Saison bislang unterwegs war. Kopf hoch. Einen gebrauchten Tag gibt es immer wieder mal. Beim nächsten Mal das zeigen, was man kann, und man steht wieder auf der Sonnenseite.