Im gestrigen Spitzenspiel gegen den bis dahin ebenfalls noch unbesiegten Tabellenweiten Birkenfeld gelang unserer Ersten im 5. engen, im 5. Kampfspiel nacheinander der 5. Sieg. Mehr muss zu Einstellung und Mentalität unseres Teams nicht gesagt werden. Die Birkenfelder, die nicht defensiv agierten, vielmehr von Beginn an offensiv auftraten, verlangten den Unsrigen alles ab.

Mittelfeldspieler Attila Aydogdu erzielte in der 11. Minute das 1:0. Trotz dieser frühen Führung gelang es unserer Mannschaft allerdings nicht, im 1. Abschnitt dauerhaft die Spielkontrolle zu erlangen. In der 2. Hälfte ging es in der laufintensiven Partie weiter hin und her, sie nahm an Intensität sogar noch zu. Es dauerte jedoch bis zur 90 + 6. Min., bevor Markus Mjalov das 2:0 für uns schießen konnte. In beiden Hälften waren die Spielanteile ausgeglichen. Das gilt ebenso für die herausgespielten Torchancen. Dementsprechend wäre ein Unentschieden durchaus gerecht gewesen. Weil die Unsrigen aber in der Lage waren, Tore zu schießen, der Gegner nicht, verließ man das Spielfeld auch am gestrigen Tag als Sieger.

In der Tabelle ist man nach dem 2:0-Sieg weiterhin Erster. Der Vorsprung auf Birkenfeld und die gestern in Leinach besiegten Eisinger ist auf jetzt 5 Punkte angewachsen. Der Rasen in Seifriedsburg war infolge der Niederschläge an den Vortagen und kurzer Regenphasen in beiden Halbzeiten seifig und dadurch nicht einfach zu bespielen. Immer wieder rutschten Akteure beider Teams aus, konnten den Ball nicht kontrollieren, was dann den Gegner begünstigte. Temperaturmäßig war es im 1. Abschnitt ideal, in der 2. Halbzeit kam dann ordentlich Wind auf. Ab da war es gefühlt kalt.
Die Partie hatte etwa 200 Zuschauer, war ein rassiges Kampfspiel, wurde von beiden Seiten intensiv, aber fair geführt. Für den Unparteiischen war die Spielleitung wegen der Rasenbeschaffenheit und dem kämpferischen Einsatz beider Teams trotzdem nicht ganz einfach. Spielbeeinflussende Fehlentscheidungen gab es nicht. Dass in der Schlussviertelstunde Anhänger beider Lager den Schiedsrichter lautstark kritisierten, zeigt lediglich, dass er Heim- und Auswärtsmannschaft letztlich gleich behandelte.

Zur Pause 1:0 für uns

Beide Teams traten von Anfang an offensiv auf. Unsere 1. Torannäherung gab es in der 5. Min.. Markus nahm da nach unserer 1. Ecke einen Ball volley. Der ging aber über den Kasten. Zur 1. Torannäherung der Gäste kam es in der 9. Min.. Kurz danach (11. Min.) trifft Attila, da mittig im Strafraum, aus ca. 10 Metern mittels eines beabsichtigt nicht sehr scharfen Schusses mit links flach ins rechte Eck zu unserem 1:0. An den Ball gekommen ist er nach dem Notschlag eines Birkenfelder Abwehrspielers. Der wusste sich bei einem Zweikampf mit Tim Strohmenger an der Torauslinie rechts etwa in Höhe der 16-er-Begrenzung nicht anders zu helfen, als den Ball unkontrolliert nach vorne zu schlagen.

Einige Min. später verletzt sich Markus bei einem Zweikampf mit dem gegnerischen 6-er am Kopf. Wegen seiner blutenden Platzwunde erhält er einen weißen Kopfverband, der durch ein schwarzes Band gehalten wird. Damit hält er bis zum Schluss durch, ähnelt Dieter Hoeness, dem als Spieler des FC Bayern in einem DFB-Pokalendspiel vor gut 30 Jahren dasselbe passiert war. Bis zur 40. Min. haben die Unsrigen weitere gute Chancen, die Attila, Markus und 2x Tim jedoch nicht nutzen können, die Birkenfelder 1. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff drehen die dann noch mal richtig auf, haben 2 Premium-Torchancen. Aber auch sie bringen das Runde nicht ins Eckige.

Starke 20 Minuten vor dem Abpfiff bringen den Sieg

Obwohl sich beide Teams schon vor dem Pausenpfiff intensiv beharkten, nahm die Partie nach Wiederanpfiff noch an Fahrt auf. Es ging hin und her. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, die Unsrigen versuchten, das 2. Tor zu erzielen. Nach einem 1. Birkenfelder Schuss an die Querlatte in der 55. Min. schaltet unsere Mannschaft blitzschnell um, kontert. Tim kommt auf Zuspiel von Artur Jurkin an den Ball., Noch vor dem Strafraum gewinnt er ein Laufduell gegen einen gegnerischen Abwehrspieler. Rechts im 16-er angekommen umspielt er dann den herausstürzenden Torwart, setzt den Ball allerdings knapp neben das Tor. Bei einer Ecke kurz danach kommt er zum Kopfball, trifft jedoch die Kugel nicht richtig. Sie streicht etwa 50 cm am Tor vorbei. So ab der 70. Min. haben dann die Gäste mehr Torchancen. Sie machen auf, „belagern“ zeitweise unseren Kasten. Einmal gibt es da 3 Ecken unmittelbar hintereinander. Sie treffen auch zum 2.x die Querlatte. In dieser Birkenfelder Drangperiode stehen die Unsrigen unter Dauerdruck.

Mit vereinten Kräften, aufopferungsvollem Kampf der gesamten Mannschaft gelingt es aber, einen gegnerischen Treffer zu verhindern. Entlastungsangriffe von uns sind ab der 80. Min. kaum noch zu sehen. Bis zur 90. + 6. Min.. Dann macht Markus den „Deckel drauf“. Begünstigt durch das nunmehr riskante Abwehrverhalten der Gäste gibt es in der gegnerischen Hälfte Platz. Er kommt dort nicht weit hinter der Mittellinie in der Mitte unbedrängt an den Ball, läuft allein auf den Torwart zu. Der stürzt heraus, kann den Einschlag jedoch nicht verhindern, weil Markus, nervenstark, die Kugel aus ca. 12 Metern elegant über ihn hinweg ins Tor hebt. Sofort danach pfeift der Schiedsrichter ab.

Fazit

- Die gestrige Partie zwischen Ersten und Zweitem wurde dem Anspruch „Spitzenspiel“ jederzeit gerecht. Beide Mannschaften traten mit offenem Visier an, versuchten das ganze Spiel über, offensiv aufzutreten. Taktiert wurde nicht. Einstellung und Einsatz stimmte auf beiden Seiten. Man ging an seine Grenzen. Hausherren und Gäste zeigten beide eine geschlossene Mannschaftsleistung, waren über die ganze Spieldauer hinweg gleichwertig, spielten und kämpften auf demselben Niveau. Wir hatten am Ende das - auch im Fußball notwendige - Quäntchen Glück.

- Lob an die gesamte Mannschaft für das erneute Zu-Null-Spiel. Besonderes Lob für unser 2 Innenverteidiger Lukas Lutz und Jan Vogt, denen es mit Unterstützung zumeist von Christian Stich und Jens Fromm gelang, den gegnerischen Hauptangreifer und Torjäger Peter Schebler zu neutralisieren. Trotz seiner Klasse in Ballbehandlung und Spielauffassung kam er letztlich zu keiner einzigen „echten“ Schussgelegenheit bzw. Torchance.

- Markus entwickelt sich nach und nach zum Spezialisten für die „ganz“ späten Tore. In Duttenbrunn traf er zum 3:2-Siegtor in der 88. Min.. Am letzten Sonntag in Karlburg und gestern schoss er in der Nachspielzeit (90 + 3. bzw. 90 + 6. Min.) jeweils das „Deckel-drauf“-Tor zum 4:2 bzw. 2:0, in beiden Partien je die allerletzte Aktion vor dem Schlusspfiff des Unparteiischen.