12.08.2019 | Mit 8:4, einem Eishockey-Ergebnis früherer Tage, gewann unsere Erste am Sonntag in Gemünden gegen „brave“ Karlstädter. Zur Pause stand es 4:3 für uns, wobei beide Abwehrreihen großen Anteil am Zustandekommen der 7 Tore hatten. 3x gingen die Unsrigen in Führung, 3x konnte der Gegner ausgleichen. Jedes Mal, wenn ihm dies gelang, ging man aber postwendend wieder in Führung.

Im 2. Abschnitt kamen dann weitere 5 Tore hinzu: 4 für uns, 1 für die Kreisstädter. Nach vorne spielte unsere Mannschaft wie in den ersten beiden Saisonspielen top, hatte zudem Chancen für weitere 5 Tore. Nach 3 Partien stehen jetzt bereits 18 (!) Tore auf der Habenseite. Allerdings hat man auch schon 7 kassiert. Der Sieg war hoch verdient, auch in dieser Höhe, zumal der Gegner außer den 4 Toren kaum weitere dicke Chancen hatte, die Tore eins und zwei zudem glücklich zustande kamen. Die Tabellenführung haben wir behalten.

Die von beiden Seiten ordentlich geführte Partie fand bei schwüler Hitze statt, forderte den Kontrahenten ausdauerkonditionell deshalb alles ab. Glücklicher-
weise nutzten die ab der 60. Minute in Überzahl spielenden Kreisstädter diesen Vorteil nicht, waren in der 2. Hälfte sogar weniger aktiv als die Unsrigen. Der Platz war trocken, gut bespielbar.

Der erfahrene Unparteiische war dem Spiel ein guter Leiter. Er pfiff konsequent, zog seine Linie durch, hatte die Partie jederzeit im „Griff“.

Beim Pausenpfiff bereits 4:3

7 Tore in einer Halbzeit gibt es im Fußball sicher nicht sehr oft. In keinem Spiel unserer Kreisliga konnten die Zuschauer dieses Wochenende am Ende so viele Tore sehen, wie in Gemünden schon in der 1. Hälfte gefallen waren.

Den Torreigen eröffnete Markus Mjalov in der 11. Min.. Nach einem Foul an Tim Strohmenger gab der Schiedsrichter Strafstoß. Markus verwandelte sicher flach mit rechts. In der 14. Min. dann das 1. Gegentor. Die Karlstädter dürfen in unserem Strafraum „herumspielen“. Ihr Stoßstürmer wird dabei quasi angeschossen, der Ball findet jedenfalls den Weg ins FVGS-Tor. Postwendend erzielen die Unsrigen jedoch das 2:1 (15. Min.). Markus setzt links in der gegnerischen Hälfte 2x nach, kommt dadurch in Ballbesitz. Seine scharfe Hereingabe schießt ein Abwehrspieler aus kurzer Entfernung ins eigene Tor. In der 27. Min. bekommt Spielertrainer Jens Fromm einen Tritt auf die Achillessehnee, muss den Platz verletzungsbedingt verlassen. Für ihn kommt Lukas Lutz. Es dauert dann bis zur 36. Min., bis das nächste Tor fällt. Nach Eckball von links befindet sich unsere Abwehr insgesamt im „Tiefschlaf. Routinier Wagner nutzt dies, indem er unbedrängt zum kurzen Pfosten läuft, wo er die Kugel aus kurzer Entfernung zum 2:2 ins Tor schnickt. 2 Min. später schießt Tim uns wieder in Führung (38. Min.). Einen vom Torwart abgewehrten Ball netzt er, da in mittiger Position ca. 8 Meter vor dem Tor, im Nachschuss mit rechts ein. In der 44. Min. sind dann wieder die Karlstädter dran. Übertrieben ausgedrückt: Unsere Abwehr schaut zu, wie der Gegner in Strafraumnähe herumkombiniert. Ihr 2. Angreifer darf sich die Kugel so zurechtlegen, dass er gekonnt in den Winkel schlenzen kann. Aber auch da ist das Torfestival vor der Pause noch nicht beendet. Artur Jurkin setzt in der 45. Min. den Schlusspunkt. Auf präzises diagonales Zuspiel von Markus kommt er rechts im Strafraum zum Schuss und trifft aus ca. 7 Metern mit rechts flach ins Tor.

Weitere 5 Tore in Abschnitt 2

Die Unsrigen spielen auch nach dem Wechsel weiter nach vorne. Ab der 60. Min. sind sie jedoch nur noch zu zehnt, da Routinier Christian Stich wegen eines unangemessenen Kommentars gegenüber einem Gegenspieler völlig unnötigerweise seine zweite gelbe Karte bekommt.  Nur eine Min. später, d.h. in Unterzahl, gelingt Artur das 5:3 (61. Min.). Tim hat sich den Ball in der Mitte der gegnerischen Hälfte links außen erlaufen, lässt seine Gegenspieler stehen. Er dringt links in den Strafraum ein und passt präzise zu Artur, der, da in mittiger Position, aus kurzer Entfernung mit links ins Tor schießt. In der 65. Min. dann ein weiteres Elfmetertor für uns. Artur ist im Strafraum umgestoßen worden. Markus verwandelt den Strafstoß erneut flach mit rechts, der Karlstädter Torwart fliegt in die falsche Ecke. Jetzt kommt der Auftritt von Robert Erfurt, der nach der Halbzeit wie Jens Vogt eingewechselt wurde. In der 75. und 83. Min. schießt er unsere Tore 7 und 8. Dazwischen leitet er mit einem unnötigen Ballverlust vor dem eigenen 16-er aber auch das gegnerische 4:7 in der 76. Min. ein. Das 7:3 schießt Robert in mittiger Position aus ca. 6 Metern flach mit links, nachdem Tobias Haupt ihn mustergültig angespielt hat. Beim 8:4 ist Robert mittig knapp vor dem 5-Meterraum. Ein flaches Zuspiel von Markus von rechts verwandelt er gefühlvoll, erneut flach, diesmal mit rechts.

Unerklärlich bleibt, warum die Kreisstädter, ab der 60. Min. ein Mann mehr, ihre Überzahl nicht nutzten, sich stattdessen geradezu abschießen ließen.

Für Zuschauer sind die Spiele unserer Ersten hoch attraktiv. 18 (!)Tore in 3 Spie-
len, dazu reichlich Gegentore. Quasi: Tore am Fließband. Zuschauer, was willst Du mehr.

Fazit:

  • Die Angriffsmaschine lief auch gestern wieder wie geschmiert. 8 Tore. Respekt. Die auffälligste Offensivkraft war Markus Mjalov mit 2 sicher verwandelten Elfmetern und 3 letzten Zuspielen. Erfreulich, dass mit Robert Erfurt auch ein Mittelfeldspieler Abschlussqualitäten zeigte, unsere „enorme Qualität in der Offensive“, so die Main-Post von heute, dadurch noch breiter aufgestellt ist.
  • Positiv zu vermerken ist zudem, dass die Unsrigen mittlerweile Spiele auch dann gewinnen können, wenn der Kopf der Mannschaft, Spielertrainer Jens Fromm, zeitweise nicht dabei ist.
  • Unsere Abwehr hatte gestern keinen guten Tag. Besonders in der 1. Hälfte agierte man schläfrig, schaute bisweilen zu, wie sich die Karlstädter vor und im Strafraum den Ball zuspielten. Präsenter war man dann mit der Hereinnahme von Jan Vogt nach der Pause.
  • Am nächsten Sonntag in Leinach wird sich zeigen, wie stark unsere Erste derzeit wirklich ist. Die bisherigen Siege wurden sämtlich gegen Mannschaften eingefahren, die momentan auf Platz 13 abwärts stehen.

Ist man vollzählig, darf man diesem Spitzenspiel trotzdem optimistisch entgegensehen. Tritt man in der Defensive konzentrierter auf, findet dazu eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive, hat man am Sonntag alle Chancen.