Beim 3. Anlauf in Steinmark erstmals drei Punkte geholt und die Tabellenführung behalten. Nach souveränem Spiel gewann unsere Erste am Sonntag gegen einen nicht übermäßig defensiv agierenden Gegner sicher mit 6:3.Die Anfangsphase war noch ausgeglichen. Ab der 20. Minute übernahmen die Unsrigen dann das Kommando. Sturmführer Tim Strohmenger hatte einen Sahne-Tag und netzte ab da noch in der 1. Hälfte dreimal ein, erzielte binnen 17 Minuten vor der Pause einen lupenreinen Hattrick.

Nach Wiederbeginn bestimmte man die Partie weiterhin und kam durch Tim sowie Markus Mjalov zu weiteren blitzsauberen Toren. Unsere Mannschaft überzeugte insbesondere in der 1. Hälfte in allen Mannschaftsteilen. Durch Auswechslungen (und wohl auch mit der komfortablen 4:0-Führung im Rücken) stand man in der Schlussphase nicht mehr ganz so kompakt wie zuvor. Dies nutzten die Esselbacher zu drei Toren, die letztlich jedoch Ergebniskosmetik blieben.

Das jederzeit von beiden Seiten ordentlich geführte Spiel fand bei warmem Wetter statt. Die Sonne brannte aber nicht vom Himmel, da sie immer wieder von Wolken verdeckt war. Der Platz war in wesentlich besserem Zustand als in den Vorjahren, gut bespielbar. Insbesondere gab es keine Flächen mehr, die ohne Rasen waren.Der Unparteiische begann unsicher, steigerte sich dann allerdings. Gegen Schluss kehrte die Unsicherheit zurück. Er gehört offenbar zu den Schiedsrichtern, die eher nicht ins Spiel eingreifen. Benachteiligt hat er keine Seite.Zur Pause bereits 3:0Maßgeblich für diese Führung war aus meiner Sicht auch, dass Spielertrainer Jens Fromm wie im 1. Saisonspiel gegen Margetshöchheim im Mittelfeld antrat, dort hoch präsent war, diesem Mannschaftsteil Sicherheit gab. Bis zur 20. Min. verlief die Partie ausgeglichen mit Abschlüssen hüben wie drüben. Ab da übernahmen die Unsrigen das Kommando, kontrollierten das Spiel, kombinierten flott und flüssig, dazu sicher nach vorne. Glück hatten wir in der 13. Minute, als Innenverteidiger Jan Vogt einen Gegenspieler im Strafraum zu Fall brachte, ohne dass der Unparteiische Strafstoß pfiff, was durchaus möglich gewesen wäre. Zwei Minuten später wurde Tim im Esselbacher Strafraum auf gleiche Weise zu Fall gebracht. Jedoch auch da blieb der Pfiff aus. In der 28. Minute dann das 1:0 durch Tim. Jens erobert auf Höhe der Mittellinie rechts außen den Ball, schaltet schnell um und schickt Tim, der ebenfalls rechts außen ist, mit flachem Zuspiel auf die Reise. Der dringt von rechts in den Strafraum ein und schließt flach ab. Seinen Ball wehrt der Esselbacher Torwart zunächst ab. aber genau vor die Füße von Tim, der die Kugel im 2. Anlauf aus ca. 7 Metern mit rechts flach ins lange Eck versenkt.Nur drei Minuten später schießt Tim bereits das 2:0 (31. Min.). Außenspieler Edgard Sack erobert den Ball im Mittelfeld, steckt zu Markus durch. Der läuft links in Richtung gegnerisches Tor. Von außerhalb des Strafraums spielt er Tim flach an. Der nimmt die Kugel im Strafraum elegant an und schließt aus ca. 9 Metern mit links flach ins lange Eck ab. Danach gibt es weitere sehr gute Torchancen, zwei für Tim, eine für Markus, allerdings ohne zählbaren Erfolg. In der 45. Min. dann das 3:0. Wiederum durch Tim. Erneut wird er von Markus von links außen flach bedient. Tim, der sich mittig ca. 3 Meter vor der Torlinie befindet, hält praktisch nur den rechten Fuß hin, lässt den Ball quasi ins Tor abtropfen. Unmittelbar danach erfolgt der Pausenpfiff.Weitere sechs Tore im 2. Abschnitt, drei für jede SeiteObwohl sich der Gegner in der Halbzeitpause sicher viel vorgenommen hatte und bei uns ab Wiederanpfiff Spielertrainer Jens Fromm leicht angeschlagen draußen bleiben musste, kontrollierten die Unsrigen weiter das Spiel. In der 66. Min. gelingt Markus das 4:0. Nach flachem Zuspiel von Tim dringt er von links in den Strafraum und vollendet aus ca. 9 Metern mit rechts flach ins lange Eck. Damit war die Messe endgültig gelesen. Dem Esselbacher 1:4 in der 76. Min. durch Elfmeter ging ein (Nicht-) Foul vom eingewechselten Abwehrmann Lukas Lutz voraus, da er seinen Angaben zufolge den fallenden Spieler gar nicht berührt hatte. In der 79. Minute erhöht Tim auf 5:1, erzielt sein viertes Tor an diesem Tag. Er erläuft sich Mitte der gegnerischen Hälfte links außen einen (scheinbar) aussichtslosen Ball, ist dann mit Ball schneller als sein Gegner ohne. Am Ende seines Sprints dringt er von links in den Strafraum ein und schlenzt die Kugel aus spitzem Winkel und bestimmt 10 Metern mit rechts gefühlvoll halbhoch ins lange Eck. Das 2:5 der Esselbacher in der 82. Min. fällt glücklich. Mittig ca. 5 Meter vor unserem Tor kommt es zu einem Pressschlag mit glücklichem Ende für Esselbach. Der Ball findet den Weg „zufällig“ ins Tor. 5 Miuten. später stellt Markus den alten Abstand wieder her.  Er schießt in der 87. Minute das 6:2. Auf Zuspiel von Tim dringt er wie beim 4:0 von links in den Strafraum ein, wo er aus ca. 9 Metern mit rechts flach ins lange Eck abschließt. Das Esselbacher Tor zum 3:6 in der 90.+1. Min. ist das einzige, dem eine Kombination vorausgeht.

Fazit:- Trotz der drei Gegentore zeigte unser Erste erneut eine bärenstarke Mannschaftsleistung, an der alle Mannschaftsteile (Torwart, Abwehr, Mittelfeld, Angriff) gleichermaßen beteiligt waren. In der Zeit zwischen 1. Tor und Halbzeitpfiff war die Balance von Abwehr, Mittelfeld und Angriff fast ideal.Ab dem 2:0 spielte man souverän. Trotz der drei Gegentore in der Schluss-phase bestand keinerlei Gefahr, die Partie zu verlieren.- Erneut war spürbar, wie gut es unserem Spiel tut, wenn Spielertrainer Jens Fromm im Mittelfeld spielt. Die Mannschaft steht kompakt. Zudem ist das Spiel nach vorne kreativer. - - Eigentlich ist es unzulässig, hier einen Spieler hervorzuheben. Trotzdem tue ich es. Unser (immer noch sehr junger und auch noch schmächtiger) Sturmführer Tim Strohmenger gab am Sonntag eine Kostprobe seiner Qualität im Abschluss, zeigte, wie variabel er bereits jetzt aufgestellt ist. Er schoss vier (!) Tore, keines über den „Körper“, jedes anders: zwei ins lange Eck, 1x mit rechts, 1x mit links; eins als Schnippelball mit rechts; eins als Schlenzer mit rechts. Dazu gelangen ihm noch zwei (letzte) Zuspiele, die zu Toren führten. Sechs Scorerpunkte in einem einzigen Spiel. Chapeau. Besser geht nicht.