Auch in Altfeld obenauf

16.09.2018 | Auch wenn das 1:0 erst in der 35. Minute fiel, war unsere Erste über das ganze Spiel hinweg spielbestimmend und gewann souverän. Nach eher vorsichtigem Beginn übernahm man nach etwa 20 Minuten das Kommando und gab es bis zum Spielende nicht mehr ab. Als Zuschauer hatte man zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Altfelder die Partie gewinnen könnten. Dafür war ihre Spieltaktik einfach zu defensiv, in erster Linie darauf abgestellt, unsere Offensive nicht ins Kombinieren kommen zu lassen. Die aber zeigte ihre gewohnte Qualität und machte in der 2. Halbzeit drei weitere Treffer, zwei davon, die Tore 3 und 4, herrlich herauskombiniert. Die Anfangself vom Vorsonntag war auch die Startelf in Altfeld.

Das Spiel wurde von beiden Mannschaften sehr anständig geführt, war jederzeit fair. Es gab insgesamt drei Gelbe Karten, eine davon gegen uns. Der Schiedsrichter, der für sein Alter viel lief, dadurch insbesondere bei Abseitsentscheidungen gut stand, benachteiligte uns nicht. Allerdings war es zum Fußballspielen wieder etwas zu warm.

Geduld und ruhiges Spiel zahlen sich aus

Bis zur 15. Minute hatte es hüben wie drüben keinen Abschluss gegeben. Der erste war dann ein Freistoß, den Philipp Legedza aus gut fünfundzwanzig Metern trat, der allerdings nichts einbrachte. In der 27. Minute dann nach Foul an Tim Strohmenger, eine weitere Freistoßchance für uns. Torentfernung etwa zwanzig Meter, etwas links der Mitte. Artur Jurkin schießt direkt aufs Tor, trifft aber nur die Querlatte. Dazwischen hatten auch die Altfelder eine echte Torchance. Ihr Spielertrainer Benedikt Strohmenger, ein Seifriedsburger, der auch bei uns schon gespielt hat, schloss einen Konter mit einem satten Rechtsschuss ab. Der Ball ging jedoch über das Tor. In der 35. Minute dann das 1:0. Markus Mjalov kommt unmittelbar vor der Sechszehnmeterlinie an den Ball und dribbelt von der Mitte aus nach rechts. Auf Höhe des rechten Strafraumecks macht er dann etwas, was bei ihm eher selten vorkommt. Er dribbelt nicht in den Strafraum hinein, sondern schließt flach mit rechts ab. Der scharf und platziert getretene Diagonalball schlägt unhaltbar im langen Eck ein. Nach diesem Tor passierte dann hinüber und herüber nicht mehr viel. Beide Mannschaften hatten je noch eine Torchance, wir wie schon zuvor deutlich mehr Ballbesitz.

Drei blitzsaubere Tore in der zweiten Halbzeit

Nach Wiederanpfiff knüpften die Unsrigen nahtlos an die Performance (so heißt das ja jetzt in Sky) der ersten Hälfte an. Sie spielten ruhig und geduldig weiter. In der 55. Minute dann das 2:0, erzielt von Routinier Christian Stich. Ein akrobatisches Tor, geeignet, an der Wahl zum „Tor des Monats“ teilzunehmen. Ausgangspunkt eine im Grunde genommen ungefährliche Situation. Christian steht mit dem Rücken zum Tor links im Strafraum, etwa sieben, acht Meter von der Torlinie entfernt. In seine Nähe fliegt ein Ball. Um überhaupt an diesen heranzukommen, springt er hoch, macht dann, ohne zu sehen, wo das Tor steht, einen Absatzkick mit rechts. Das technisch so fein, dass der Ball als Bogenlampe im langen Eck landet. Chapeau. Das 3:0 in der 64. Minute erzielt erneut Markus. Nach schönem Dribbling über rechts behält Artur die Übersicht und spielt aus etwa elf Metern in den Strafraum zu Tim. Der ist dort etwa auf gleicher Höhe in zentraler Position und könnte abschließen. Das macht er aber nicht. Stattdessen behält er die Übersicht, spielt den Ball dem links mitgelaufenen und ungedeckten Markus zu. Der, ebenfalls im Strafraum, nimmt den Ball elegant mit, läuft noch ein paar Schritte und vollendet überlegt flach mit rechts ins lange Eck. Obwohl das Spiel damit entschieden war, verloren die Unsrigen dann für eine kurze Phase die Souveränität in der eigenen Hälfte. Dies nutzten die Altfelder in der 84. Minute und verkürzten auf 1:3. Aber praktisch im Gegenzug (85. Minute) fällt das 4:1. Auch diesem Tor geht ein Dribbling von Artur voraus. Sein Zuspiel kommt zu Markus, der von links in den Strafraum eingelaufen ist. Nach perfekter Annahme versenkt der den Ball wie beim 3:0 flach mit rechts ins lange Eck, beim Schuss diesmal allerdings etwas weiter vom Tor entfernt als beim 3:0.
Fazit:
- Erneut eine starke Mannschaftsleistung, diesmal mit souveränem Spiel in beiden Hälften. Hinten hatte man (fast) alles im Griff, vorne war man effizient.
- Sämtliche Tore gingen am Sonntag ins lange Eck.
- Erstmals gab es einen Dreierpack in dieser Saison.
- Das Tor von Christian war ein „Tor des Jahres“.
- An der Spieltaktik der gegnerischen Mannschaften kann man sehen, wie stark man unser Team inzwischen einschätzt. Kaum ein Gegner will wirklich mitspielen. Vorrangiges Ziel stattdessen: Wie verhindere ich, dass die Offensive der FVGS ins Rollen, ins Kombinieren kommt. So viel Respekt hat sich unsere Mannschaft bereits er-„spielt“.