30.08.2021 | Bei strömendem Regen musst die Elf von Jakob Schulz eine unnötige Niederlage hinnehmen. Die vom Verletzungspech gebeutelten Gäste traten mit dem letzten Aufgebot, siegten aber dank eines Fernschusstores von Leon Werthmann knapp mit 1:0. Die FVGS kam zu wenig in Abschlussposition, so dass der gegnerische Torhüter kaum geprüft wurde. Einzig Tobias Stich hätte treffen können.

Bei der Heimelf stand mit Steffen Hein der jüngste Neuzugang zwischen den Pfosten und macht seine Sache insgesamt gut. Ansonsten überrascht etwas der Bank für Tobias Stich, der eigentlich im Sturm gesetzt ist. Der Matchplan von Schulz schien aber zu Beginn aufzugehen, denn die Bezirksliga-Reserve dominierte das Spiel in der Anfangsphase. Ruppertshütten kann nur selten aus der eigenen Hälfte, und wenn, dann häufig mit unkontrollierten Pässen in die Spitze. Hinzu kamen die Platzverhältnisse, die durch den Dauerregen lange Pässe zum untauglichen Mittel machten. Wenn man der FVGS einen Vorwurf machen konnte, dann ihre Spielweise im letzten Drittel des Feldes. Man schaffte es die Offensivleute Steffen Schwab und Max Zänglein in Abschlussposition zu bringen.

Nach 20 Minuten wurden die Gäste dann stärker und fanden besser in die Partie. Immer mehr verschob man das Spiel in die Hälfte der FVGS. Die Bemühungen sollten sich bald lohnen. Ein zu kurz abgewehrter Flankenball erreichte Leon Werthmann an der Strafraumkante. Dieser schlenzte den Ball schön ins lange Eck. Unhaltbar sah der Ball nicht aus, doch Hein im Tor der FVGS musste ihn passieren lassen.

Gemünden/Seifriedsburg zeigte eine Reaktion und drängte auf den Ausgleich. Am gefährlichsten wurde man in der Regel über die Seite des laufstarken Max Rubenbauer, doch die Pässe vor das Tor kamen weiterhin nicht an.

Nach dem Wechsel zeigte sich den Zuschauern das gleiche Bild. Die FVGS war bemüht, doch es mangelte an Präzision und Ideen. Die beste Chance zum 1:1 vergab der eingewechselte Tobias Stich kurz vor dem Abpfiff. Ein Flanke segelte punktgenau auf den Mittelstürmer, der den Ball per Kopf in Richtung linkes Torwarteck, aber eben auch knapp daneben setzte.

Am Ende stand eine 0:1-Niederlage, die so nicht hätte sein müssen. Zahlreiche Standardsituationen wurde zu harmlos getreten und auch das Kombinationsspiel in die Spitze klappte nicht. Das Engagement und der Einsatzwille ist der jungen Truppe aber nicht abzusprechen, weshalb man durch positiv auf die nächsten Spiele schauen darf.