26.04.2019 | Das Nachholspiel unserer Ersten gegen Steinfeld verlief wechselhaft. Unsere Mannschaft hatte gute und weniger gute Phasen. Jeweils in den 15 Minuten nach Spielbeginn und Wiederanpfiff sowie in den letzten 15 Spielminuten war sie spielbestimmend. In der übrigen Zeit präsentierte man sich dagegen konzeptlos, gab dem Gegner Gelegenheit, sein Spielkonzept (Konterfußball bei kompakter Defensive) durchzusetzen.

Mit dem Unentschieden konnten die Steinfelder am Ende besser leben. Die Unsrigen, diesmal personell besser aufgestellt als zuletzt, machten in der Schlussviertelstunde nochmals richtig Druck. Der Himmel war wolkenverhangen. Vor dem Spiel wie auch während der gesamten 1. Hälfte regnete es. Dadurch wurde der Ball schnell. Trotzdem war der Platz in Gemünden ordentlich bespielbar. Beide Mannschaften gingen fair miteinander um. Es gab nur 1 gelbe Karte. Der Unparteiische, der uns in dieser Saison bereits einmal, da nicht so souverän, gepfiffen hatte, agierte ohne Fehler.

 

Frühe Führung sorgt nicht für Sicherheit

Die Steinfelder hatten in der 5. Min. die erste Torchance. Das erste Tor, praktisch im Gegenzug, machten allerdings wir. In der 6. Min. kommt Tim Strohmenger mittig noch außerhalb des gegnerischen Strafraums an den Ball. Er spielt direkt weiter nach links zu Tobias Haupt, der das Leder ebenfalls direkt auf den wieder genesenen Artur Jurkin weiterleitet. Der nimmt den Ball links im Strafraum an, läuft noch ein paar Schritte und verwandelt dann sicher aus ca. 6 Metern mit links flach ins lange Eck. Danach hatten die Unsrigen bis zur 20. Min. weitere Einschussmöglichkeiten, scheiterten aber jeweils. In der Folgezeit gelang leider nicht mehr viel. Man kann durchaus sagen: Es kam zu einem Bruch in unserem Spiel. Die Steinfelder kamen nun besser in die Partie, erarbeiteten sich Chancen. In der 24. Min. grätscht Tobias Müller rechts im Strafraum einen Steinfelder ab. Der fällt. Der Schiedsrichter pfeift sofort Elfmeter. Einer der beiden starken Stürmer des Gegners verwandelt diesen sicher. In der 42. Min. dann die Führung für den Gegner. Tim verliert den Ball in der gegnerischen Hälfte kurz hinter der Mittellinie. Dann geht alles ganz schnell. Der ballerobernde Steinfelder schickt einen Mitspieler rechts auf die Reise, der mit dem Ball in Richtung Grundlinie sprintet. Als er knapp hinter der Fünfmeterlinie ist, passt er flach parallel vor unser Tor. Der zweite starke Steinfelder Stürmer, der mitgelaufen ist, braucht nur noch seinen Fuß hinzuhalten, um das 1:2 zu erzielen.

 

Verdienter Ausgleich nach Leistungssteigerung in Halbzeit zwei

Unmittelbar nach Wiederanpfiff machen die Unsrigen dann wieder Druck, haben bis zur 60. Minute auch 3 ordentliche Torchancen. Plötzlich ein erneuter Bruch in unserem Spiel. Die Steinfelder berappeln sich, haben 2 gute Torchancen, um den Sack zuzumachen. Ab der 75. Min. geht dem Gegner dann etwas die Luft aus. Die Unsrigen bekommen wieder Oberwasser. Bereits in der 79. Min. schießt Tim das 2:2. Routinier Christian Stich, etwa in der Position wie der Steinfelder Zuspieler vor deren 2:1, bringt den Ball mit letztem Einsatz von rechts an Freund und Feind vorbei flach vor das Steinfelder Tor. Tim, der sich im Bereich des 2. Pfostens bewegt, ist zur Stelle und grätscht den Ball aus kurzer Entfernung ins Netz. Auch danach macht unsere Mannschaft weiter Druck, hat in der kurzen Nachspielzeit sogar die Chance, die Partie für sich zu entscheiden. Tim spielt Artur den Ball schön in den Lauf. Der lupft ihn, links im Strafraum, mit links über den herauslaufenden Torwart, leider jedoch auch knapp über das Tor. Unmittelbar danach pfeift der Unparteiische ab.

 

Fazit:

  • Ein Sieg war am Freitag drin. Aufgrund des wechselhaften Spielverlaufs war das Unentschieden letztlich allerdings dann doch leistungsgerecht.
  • Warum gab es die weniger guten Phasen in unserem Spiel? Vor allem auch, weil man im Mittelfeld insgesamt zu passiv war, sich ohne Ball zu wenig bewegte. Insbesondere versäumte man es, sich auf die eigenen Abwehrspieler zuzubewegen. Die hatten deswegen keine Anspielstationen und mussten immer wieder quer spielen. Folge: Wenn wir (endlich) in der gegnerischen Hälfte waren, standen die Steinfelder defensiv bereits wieder kompakt.
  • Unsere Erste hat am Freitag zwar nicht gewonnen. Nichtsdestotrotz müssen wir nicht verzagt sein. Knüpft sie an die guten Phasen der Partie an, kehrt sie in die Erfolgsspur zurück.