22.04.2019 | Schon in das Spiel am Karsamstag gegen den Aufstiegsaspiranten Leinach ging man erneut stark ersatzgeschwächt. Im Sturm fehlten Markus Mjalov und Artur Jurkin, auf den Außenbahnen Sebastian Kleespies und Philipp Legedza. Am Ostermontag gegen Tabellennachbarn Birkenfeld fiel dann auch noch Edgard Sack aus, der sich in Leinach verletzt hatte. Man trat daher quasi in beiden Partien mit dem letzten Aufgebot an. In Birkenfeld wurde dies besonders sichtbar, als sich Trainer Thorsten Legedza in der 80. Minute als Feldspieler selbst einwechselte.

Beim 0:4 in Leinach stand man von Anfang an auf verlorenem Posten, war ohne jede Siegchance, obwohl der Gegner dafür nicht einmal an sein Limit gehen musste. Angesichts etlicher von den Leinachern ausgelassener Hochkaräter waren wir am Ende mit dem 0:4 sogar noch gut bedient. Es war ein Klassenunterschied erkennbar.
 
Das scheinbar ebenso klare 0:4 in Birkenfeld entsprach dagegen nicht dem Spielverlauf. Wir hatten dort durchaus Chancen, um mehr als 1 Tor zu erzielen. Allein, es fehlte das Schussglück. Unter dem Strich fiel der Sieg der Birkenfelder zu hoch aus. Er ging jedoch in Ordnung.
 
An beiden Spieltagen war schönstes Frühsommerwetter. In Leinach war es zum Fußballspielen vielleicht sogar etwas zu warm. Aufgrund der Witterung waren beide Plätze in sehr gutem Zustand. Besonders das Spielfeld in Leinach, augenscheinlich das Beste der Klasse, bot ideale Bedingungen für gepflegtes Kurzpassspiel. In beiden Partien ging man jeweils fair miteinander um. Die Unparteiischen hatten keinerlei Probleme mit der Spielführung.

 

In beiden Spielen frühe Gegentore

In Leinach kassierten die Unsrigen in der 11. Min. das 0:1, in der 51. Min. das 0:3. In Birkenfeld lag man bereits nach 8 Min. 0:1 hinten. Das 0:2 musste man in der 54. Min. hinnehmen. Das war dann allerdings schon alles, was beiden Spielen gemeinsam war. Nach dem jeweiligen 0:1 verliefen die Partien nämlich gänzlich unterschiedlich. Während man in Leinach im ganzen Spiel nur 2 Torchancen hatte, jeweils durch unseren letzten verletzungsfreien Stürmer Tim Strohmenger, war man in Birkenfeld bis zur 75. Min. selbst torgefährlich, auch hier praktisch aber nur über Tim. In beiden Halbzeiten blieb er da glücklos, scheiterte mehrfach in aussichtsreicher Position am hervorragenden Birkenfelder Torwart, der außerhalb seines Strafraums immer wieder als elfter Feldspieler zu sehen war, praktisch wie Nationaltorhüter Manuel Neuer auftrat.
 
Beim Spiel in Leinach trafen 2 Mannschaften aufeinander, die individuell und mannschaftstaktisch nicht gleichwertig aufgestellt waren. Die Partie in Birkenfeld dagegen lässt sich mit dem bekannten Spruch von „Kobra“ Wegmann beschreiben: „Erst hast Du kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu.“ Tim hatte während des gesamten Spiels kein Glück beim Torabschluss. Ein 1:1 zur Pause wäre durchaus drin und verdient gewesen. In der 2. Hälfte kam dann das „Pech“ dazu, dass die Birkenfelder ihre Torchancen effizient verwerteten, „unterstützt“ jeweils durch Abwehrspieler von uns.
 
Dass unsere Mannschaft in jetzt 3 Spielen hintereinander am Ende jeweils 4 Tore kassierte, ist auch direkte Folge der derzeitigen Verletztenmisere. Spielertrainer Jens Fromm, der gegen Leinach und Birkenfeld mannschaftstaktisch weiter vorne spielte, konnte Unzulänglichkeiten in der Abwehr deshalb nicht wie gewohnt ausbügeln.
 
Eine Ballstafette wie die, die dem 4:0 der Birkenfelder vorausging, sah man bei den Unsrigen in beiden Spielen nicht einmal ansatzweise. Der Gegner gelangte da mit 5 Ballkontakten aus der eigenen Hälfte links in unseren Strafraum, wo der Torschütze aus ca. 10 Metern sicher abschloss. Ansehnlich waren die 3 anderen Birkenfelder Tore im Übrigen auch, ebenso wie die 4, die die Leinacher am Karsamstag geschossen hatten.

 

Fazit:

- Unsere Erste ist so, wie sie derzeit in die Spiele geht, stark ersatzgeschwächt und als Mannschaft auch nicht eingespielt. Wir dürfen deswegen von den Ergebnissen nicht überrascht sein. Allerdings: Man hatte in beiden Partien nicht den Eindruck, dass alle, die spielten, an ihre Grenzen gingen, sich mit letztem Einsatz gegen eine drohende Niederlage stemmten.
- Der Mannschaft von außen jetzt irgendwelche Vorwürfe zu machen, ist nicht angebracht und wäre kontraproduktiv. Es gilt, die mentale Abwärtsspirale zu stoppen. Schlechte Stimmung kann nämlich durchaus auch saisonübergreifend sein.
- Es kann nur besser werden. Jedenfalls mit dem Heimspiel am Sonntag gegen Wombach muss es das.