Hoch verdienter Auswärtssieg

12.08.2018 | Der Traumstart der FVGS ist perfekt. Auch das vierte Spiel der Saison konnte man gewinnen. Beim von Sven Kaiser trainierten FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach siegte man knapp mit 1:0. Nach torloser erster Hälfte erzielt Artur Jurkin in der 65. Minute das Tor des Tages. Diese Führung hielten die Jungs bis zum Schlusspfiff. Damit rangiert man weiterhin auf dem zweiten Platz.

Aus der Anfangself vom Vorsonntag in Seifriedsburg fehlten in Hausen Jens Vogt verletzungs- und Edgard Sack urlaubsbedingt. Für sie rückten Lukas Lutz, Jens Rosenkranz und Jon Mehana in die Startelf.

Das gutklassige Spiel fand bei hochsommerlichen Temperaturen statt. Es wurde von beiden Seiten kampfkräftig, aber bis auf Ausnahmen fair geführt. Dem resolut auftretenden Schiedsrichter unterliefen keine spielentscheidenden Fehler.

Spiel in der 1. Halbzeit ausgeglichen

Von Beginn an nahm das Spiel den erwarteten Verlauf. Steinfeld war defensiv aufgestellt, stand tief und machte die Räume in seiner Hälfte eng. Nach vorne versuchte man es mit schnellem Umschaltspiel und Kontern über den einzigen echten Stürmer, einen schnellen kompakten Mann. Die Unsrigen hatten deutlich mehr Ballbesitz, kombinierten aber in der gegnerischen Hälfte insgesamt nicht genau genug, um die beiden diszipliniert agierenden Defensivreihen des Gegners zu knacken.
 
Die Steinfelder hatten in der 1. Hälfte vier sehr gute bzw. gute Gelegenheiten, um ein Tor zu erzielen. Wir hatten in der Summe sogar ein paar Chancen mehr. Diese waren aber insgesamt weniger zwingend. Artur Jurkin, Tim Strohmenger, Markus Mjalov und Jon Mehana hatten über den ganzen 1. Abschnitt hinweg Möglichkeiten, diese aber meist aus der Distanz. Jedenfalls fand der Ball nicht ins Tor. Das Halbzeitergebnis war daher dem Spielverlauf bis dahin durchaus angemessen.

Steigerung in der 2. Halbzeit

Zu Beginn der 2. Hälfte, d.h. in den ersten zwanzig Minuten, war Steinfeld gegenüber dem Auftritt im 1. Abschnitt warum auch immer recht unorganisiert. Insbesondere im Bereich zwischen Mittellinie und hinterer Steinfelder Abwehrreihe ergaben sich nunmehr immer öfter Räume, die es vor dem Pausenpfiff so nicht gegeben hatte. Leider waren die Unsrigen nur einmal in der Lage, dieses „Angebot“ zu nutzen. Aufgrund dieser (vorüber gehenden) Steinfelder Schwäche konnte man jetzt deutlich unbedrängter nach vorne kombinieren. Es gab dadurch für Artur und Markus einige gute Möglichkeiten. Allein: Der Ball fand nicht ins Tor. Bis zur 64. Minute. Da spielte Tim Artur an. Der nahm den Ball von rechts einlaufend gekonnt mit und schoss ihn mit links aus etwa 18 Metern durch viele Spieler hindurch diagonal ins lange Eck.
Erstaunlicherweise führte das Tor aber nicht zu mehr Souveränität bei uns bzw. zum Aus des zu diesem Zeitpunkt etwas kraftlos wirkenden Gegners. Im Gegenteil: Er bekam die „zweite Luft“, berappelte sich, und ab da war die Partie nochmals umkämpft. Zwar hatten die Unsrigen auch in dieser Phase die besseren Chancen. Aber auch die Steinfelder versuchten ab dem 0:1 mehr nach vorne. Ein Torerfolg gelang ihnen jedoch nicht, da sie deutlich weniger torgefährlich waren als im 1. Abschnitt. In der 82. Minute dann noch ein Aufreger: Tim dringt nach schönem Zuspiel von Markus mit Speed zentral in den Strafraum ein, wo er auf Höhe des Elfmeterpunkts vom älteren der beiden guten Steinfelder Innenverteidiger „klassisch“ von den Beinen geholt wird. Dieser trifft bei seiner Abwehraktion zwar auch den Ball, zuvor aber Tim. Allein: Der Schiedsrichter pfiff nicht. Warum, bleibt sein Geheimnis. So musste man kurz vor Schluss bei einem Kopfball nochmals um den Sieg bangen.
Für Jens Rosenkranz kam nach der Pause Philipp Legedza. Tobias Haupt wurde Mitte der 2. Hälfte für Christian Stich, Julian Ködel in der Schlussphase für Johnny Scholz eingewechselt.
 
 
Fazit:
 
- Der (Arbeits-) Sieg war nicht glücklich, sondern verdient. Er wurde erzielt gegen einen abwehr- und kampfstarken Konkurrenten, gegen den man in der letzten Runde keinen Dreier zustande brachte. Auch die Tabellennachbarn Lohr und Leinach taten sich im Übrigen schwer gegen die Steinfelder (1:0 bzw. 1:1).
- Der erste Saisonsieg ohne Gegentor.
- Erneut eine ordentliche Mannschaftsleistung.
- Jon Mehana, der Benjamin der Mannschaft, zeigte auf der linken Außenbahn über neunzig Minuten ein sehr ordentliches Spiel und deutete sein beachtliches Potential an.